Historiker: Unterschiedliche Wahrnehmung im Iran und USA
Experten zufolge sind die Gräben zwischen den Kriegsparteien groß. Washington forderte vom Iran die Kapitulation, schrieb der renommierter Historiker Mohsen Milani auf X. "In Teheran hingegen glaubt man, den Krieg gewonnen zu haben", fügte er hinzu. "Diese unterschiedliche Wahrnehmung könnte das größte Hindernis für ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran sein."
Der Iran-Krieg dürfte auch eine wichtige Rolle bei dem Besuch Trumps bei Xi ab Mittwoch in Peking spielen. Die Unterstützung aus China für den Iran ist ein Spannungspunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So sind etwa chinesische Raffinerien die wichtigsten Abnehmer von Erdöl aus dem Iran.
Experten sehen eine Vermittlerrolle Chinas für mögliche Deeskalation jedoch skeptisch. Eine lange Krise im Mittleren Osten, die amerikanische Ressourcen, Aufmerksamkeit und militärische Fähigkeiten aufzehrt, dient dem israelischen Iran-Experten Danny Citrinowicz zufolge Chinas strategischen Interessen. "Je länger die USA im Golfraum gebunden bleiben, desto weniger Kapazitäten haben sie, um chinesischen Ambitionen im Indopazifik entgegenzutreten", schrieb er auf X.