Ifo: Krieg wird zur Belastungsprobe für deutsche Wirtschaft
Für die deutsche Wirtschaft entwickelt sich der Iran-Krieg nach Einschätzung des Ifo-Instituts zu einer großen Belastung. Rund 90 Prozent der Industrieunternehmen erwarten, dass der Krieg ihre Geschäfte beeinträchtigt, wie aus einer Umfrage des Münchner Forschungsinstituts hervorgeht. Nur 9 Prozent sehen sich derzeit nicht betroffen.
"Der Konflikt trifft die Industrie unmittelbar, sorgt aber vor allem für große Unsicherheit", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Viele Firmen stellen sich auf zusätzliche Belastungen in den kommenden Monaten ein."
Kämpfe im Süden Libanons gehen weiter
Die israelische Armee hat derweil nach eigenen Angaben bei ihrem Einsatz im Süden des Libanon binnen 24 Stunden "Dutzende Terroristen" getötet. Diese seien bei Versuchen identifiziert worden, Soldaten von Verstecken aus anzugreifen.
Nach Beginn des Iran-Kriegs vor einem Monat hatte auch die mit Teheran verbündete libanesische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sagte kürzlich, Israel wolle bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren.
Zuletzt gab ein israelischer Militärsprecher die Zahl der getöteten Hisbollah-Kämpfer binnen eines Monats mit mehr als 850 an. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen und die Hisbollah äußert sich nicht zu den eigenen Verlusten. Bei den israelischen Streitkräften sind bisher nach offiziellen Angaben zehn Soldaten getötet worden.