Antje König, die Leiterin des Kindergartens „Storchennest“, hält im Flur die Startklappe in die Höhe. Allerdings sind keine Kinder da, die auf das Signal zum Lossprinten warten. Ein Wettkampf ist auch überhaupt nicht geplant. Der laute Knall nach dem Zusammenschlagen der Bretter in Antje Königs Händen dient einer Messung. Diplomingenieurin Katrin Kuner, die nur ein paar Meter entfernt steht, ermittelt mit einem speziellen Gerät auf dem Stativ so die Nachhallzeit. Mit dem Ergebnis ist die Akustik-Spezialistin sehr zufrieden. „Nur noch 0,42 Sekunden. Wir konnten den Wert im Vergleich zur vorherigen Messung mehr als halbieren.“ 0,42 Sekunden heißt übersetzt: Hier im Raum herrscht eine sehr gute Akustik. Gelungen ist das dank der neuen farbenfrohen Wandverkleidungen in Rot, Grün, Grau, die die Hausmeister während der zweiwöchigen Schließzeit bis 1. August nicht nur in den Fluren mit den Garderoben anbrachten, sondern auch in vier Gruppenräumen sowie im sogenannten Bauraum, wo die Kinder Bauklötzchen auftürmen können.