Ein Tag in Isiro beginnt meist damit, dass uns ein heißerer Hahnenschrei aus der Nachbarschaft noch vor dem Wecker wach werden lässt. Um diese Uhrzeit, gegen 5.30 Uhr, ist die Landschaft in ein besonders intensives und warmes Sonnenlicht getaucht. Wir lüften das Moskitonetz über unserem Bett und machen uns auf ins Bad. Wer denkt, man müsste hier einfach nur den Duschhahn aufdrehen, hat weit gefehlt. Wenn es der Morgen gut mit einem meint, ist noch heißes Wasser vom Vortag in einer Thermoskanne da. Dazu kommt kaltes Regenwasser, das wir in Metallfässern auf dem Dach sammeln. Mit Hilfe eines Zinkeimers, der über eine Seilwinde an der Decke befestigt ist und am Boden einen Duschkopf hat, kann das Duschvergnügen beginnen. Und fast hätten wir's vergessen: Der Gang zur Morgentoilette beginnt natürlich mit einem Abstecher auf unsere Latrine im Hinterhof.