Nordhalben - Schaden in Höhe von ungefähr 50.000 Euro entstand Montagabend bei einer Explosion in einem Einfamilienhaus in der Nordhalbener Amlichstraße. Die vierköpfige Familie hielt sich im Erdgeschoss auf, als sie gegen 20.15 Uhr im Obergeschoss einen lauten Knall hörten. Beim Nachschauen stellte der Hausherr zu seinem Entsetzen fest, dass das Badezimmer total zerstört war. Die Zwischenwände waren zum Teil um mehrere Zentimeter versetzt und der Dachstuhl aus der Verankerung gehoben worden. Glücklicherweise wurde kein Hausbewohner verletzt.

Nach intensiver Spurensuche konnte die Kripo Coburg die Ursache der Explosion ermitteln: Im Schutt fanden die Ermittler Überreste einer Spraydose, die die Explosion ausgelöst hat. Nach derzeitigem Ermittlungsstand entwich aus der undichten Raumspraydose das Treibgas und bildete mit der Raumluft ein hochexplosives Gas-/Luftgemisch. Zur Zündung brachte das Gemisch ein laufender Ölofen. Die Wucht der Explosion ließ eine 2,50 x 2,50 Meter große Wand einstürzen, zerstörte eine Dachgaube und riss die gesamte Dachkonstruktion aus ihren Verankerungen. Die Polizei schließt andere Ursachen aus.