Ministerpräsident Horst Seehofer unterstützt den Plan der vier oberfränkischen Hochschulen, eine "Technologie-Allianz Oberfranken" (TAO) zu schließen. Dabei handelt es sich um eine Kooperation der Universitäten Bamberg und Bayreuth sowie der Hochschulen Coburg und Hof. Ziel dieser neuartigen Zusammenarbeit, die heute in Bayreuth der Öffentlichkeit vorgestellt wird, ist es, Studierenden die Übergänge zwischen den Hochschulen für angewandte Wissenschaften, den früheren Fachhochschulen, und den Universitäten zu erleichtern. Auch in der Forschung wollen die vier Hochschulen künftig enger zusammenarbeiten. Dadurch sollen in Oberfranken spezielle Forschungsschwerpunkte entstehen. Beim Besuch unserer Zeitung lobte Ministerpräsident Seehofer ausdrücklich die Initiative der vier Hochschulpräsidenten, den Bildungsstandort Oberfranken zu stärken. Das Konzept, das ihm dafür in der vergangenen Woche präsentiert wurde, halte er für gelungen. Es diene auch dem Ziel, nordbayerische Hochschulen in die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen aufnehmen zu können. Horst Seehofer sagte zu, das Konzept der Hochschulpräsidenten für Oberfranken im Kabinett zu behandeln. Anschließend muss der Landtag darüber entscheiden, "wie wir das finanziell unterstützen können", sagte der Ministerpräsident. Nicht rütteln will er an den Studiengebühren. Sie würden einen Beitrag dazu leisten, die hohe Qualität der bayerischen Hochschulen zu sichern. Diese werde gerade von Studenten anerkannt. Seehofer betonte, mit "sozialen Flankierungen" sei sichergestellt, dass niemand in Bayern aus finanziellen Gründen vom Studium ausgeschlossen werde. Schon heute seien 30 Prozent der Studierenden von Studiengebühren befreit. wb
Länderspiegel Hochschulen gründen Allianz
Redaktion 10.05.2011 - 00:00 Uhr