Bad Steben Nach dem gescheiterten Weltbild des Spekulationskapitalismus fordert Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer die Rückkehr zu Vernunft und Augenmaß und die Hinwendung zum einzelnen Menschen. Immer wieder beschwört der CSU-Chef in seiner knapp einstündigen Rede beim 33. Dreikönigstreffen der Christsozialen in Bad Steben dieses Credo seiner Politik: Der Mensch im Mittelpunkt. Freilich scheinen die Hochfranken und speziell die CSU-Parteigänger die überdeutliche Mehrheit unter den 350 Zuhörern noch nicht so ganz in diesem Mittelpunkt des Ministerpräsidenten angekommen zu sein. Der Beifall ist eher höflich und CSU-Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender Alexander König geht sogar auf klaren Konfrontationskurs. Viele einheimische CSU-Mitglieder so König sind in ihrer landsmannschaftlichen Seele auf Grund der miserablen Berücksichtigung der Oberfranken bei der Regierungsbildung verletzt. Mit versteinerter Miene lauscht Seehofer den klaren Worten Königs, der ohne den Namen zu nennen indirekt nochmals die Aufstellung von Strauß-Tochter Monika Hohlmeier als oberfränkische Europawahl-Kandidatin kritisiert. Dass für einen einheimischen Kandidaten offensichtlich kein Platz auf der CSU-Europaliste gewesen sei, dafür schämen sich laut König viele CSU-Aktivisten vor Ort.
Sorgen um die Wirtschaft