Ein großer Streit ? Aber nicht doch. Horst Seehofer hat gestern versucht, die eskalierende Auseinandersetzung im schwarz-gelben Regierungslager um den richtigen Zeitplan für den Atomausstieg zu entschärfen. "Nur weil ein paar Abgeordnete etwas übereifrig sind, stellen wir uns nicht die Koalitionsfrage", sagte Seehofer. Der Seitenhieb galt dem wirtschaftspolitischen Sprecher der FDP, Franz Xaver Kirschner. Dieser hatte das Regierungsbündnis am Wochenende in Frage gestellt. Kirschners Ärger galt CSU-Umweltminister Markus Söder, der die für die Energiepolitik in Bayern zuständige FDP mit einem eigenen Ausstiegskonzept überrumpelt hatte. Für Seehofer kein Grund zur Besorgnis, schließlich liege man nicht weit auseinander: "Markus Söder spricht von maximal 2022 als Jahr des Ausstiegs, die FDP von 2025."
Länderspiegel FDP bleibt erste Wahl für Koalition
Von Alexander Wunner 10.05.2011 - 00:00 Uhr