Marktredwitz / Eger - 21 Jahre nach Einführung der Reisefreiheit und sieben Jahre nach dem EU-Beitritt Tschechiens ist der Schienenweg von Nürnberg über Marktredwitz nach Eger noch auf dem gleichen Stand wie vor dem Fall des Eisernen Vorhangs. Auf deutscher Seite wohlgemerkt, denn in Böhmen erkennt man die Fortsetzung der internationalen Strecke über Pilsen nach Prag kaum wieder. Zwischen Eger, Marienbad und Pilsen ließ das tschechische Verkehrsministerium in den vergangenen fünf Jahren alle Gleise, Bahnsteige sowie die bereits seit den 60er-Jahren vorhandenen Oberleitungen erneuern. Zwischen Pilsen und Prag finden derzeit Begradigungen enger Kurvenbögen neben dem rollenden Rad statt. Insgesamt hat Tschechien mit EU-Fördermitteln bislang 467 Millionen Euro in diese Strecke "TEN-V-22" des Transeuropäischen Netzes investiert.