Wie vor zehn Jahren in Hof verfolgen zwei der bekanntesten deutschen Gerichtsgutachter den Prozess. Der Berliner Gerichtspsychiater und Professor an der Charité Dr. Hans-Ludwig Kröber hatte 2004 die Tür zur Verurteilung von Ulvi K. geöffnet. In seinem Gutachten zur Glaubwürdigkeit des Mordgeständnisses, das K. damals schon widerrufen hatte, stellte Kröber wörtlich fest: "Die Geschichte ist so kompliziert, dass man sie schlecht erfinden kann." Das gelte besonders für den intellektuell stark eingeschränkten Angeklagten. Zudem hätten die Vernehmungsbeamten keine Hypothese vom Tathergang. Dies stellte sich als Irrtum heraus.