Lada Niva IG Junger Verein hat bereits über 170 Mitglieder

Seit Gründung der Lada Niva IG erlebt der Verein einen enormen Zuwachs. Trotz Corona zieht Vorsitzender Thomas Höchenberger ein positives Resümee für 2021. Gleich zwei Niva-Treffen gab es.

Steinbach-Hallenberg - Gut zwei Jahrzehnte lang existierte die Interessengemeinschaft für Lada Niva Fahrer ab der Jahrtausendwende als loser Zusammenschluss von Fans des unverwüstlichen russischen Geländewagens. Als sich die Gründergeneration langsam zurückzog, traten Nachfolger in ihre Reifenspuren und wandelten die Lada Niva IG im Jahr 2020 zum Verein, der seinen Sitz in Steinbach-Hallenberg hat. Viele der alten Mitglieder aus halb Europa blieben der Gemeinschaft treu. Der Verein wächst rasant.

Waren es kurz nach Gründung bereits über 80 Mitglieder, ist deren Zahl nun auf derzeit 177 Mitglieder angestiegen. Zur Jahreshauptversammlung in Oberhof, die pandemiebedingt auf den November verschoben werden musste, zog Vorsitzender Thomas Höchenberger ein positives Resümee der ersten Monate der Lada Niva IG.

Trotz der Pandemie sei es gelungen, gleich zwei Treffen zu organisieren – darunter erneut ein großes IG-Treffen, zu dem im Juli rund 190 Gäste aus Frankreich, Belgien, der Niederlande, Österreich, Schweiz, Russland und natürlich Deutschland nach Jänschwalde nahe Cottbus kamen. In der Verschnaufpause der Pandemie erlebten sie im dortigen Motorsportzentrum Workshops rund um die Niva-Technik, ein Wertungsrennen auf der Offroadstrecke, Ausflüge und ein Livekonzert. Ein weiteres Treffen in Dietzhausen bei Suhl, vom 24. bis 26. September, blieb coronabedingt als interne Veranstaltung ausschließlich Mitgliedern vorbehalten. Neben Fachgesprächen am Lagerfeuer und Geländefahrten sei auch ein Besuch des Fahrzeugmuseums in Suhl möglich gewesen. „Dort bekamen wir eine Führung vom ehemaligen Oberhofer Bürgermeister, Hartmut Göbel, dem wir für das Museum den Pokal ,Partner der Lada Niva IG’ überreichten“, berichtet Höchenberger.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für das nächste internationale Treffen bereits auf Hochtouren. Nach der deutschlandweiten Suche nach einem geeigneten Gelände soll es nun, Anfang Juli dieses Jahres, im Offroadpark „Mammutpark“ in Stadtoldendorf (Niedersachsen) stattfinden. Dort erwarte die Gäste ein rund 75 Hektar großes Gelände mit Wanderwegen in reizvoller Landschaft, einem Campingplatz und natürlich einer Offroadstrecke, so der Vorsitzende weiter. Der Kartenvorverkauf laufe über das Internet und habe bereits begonnen, Informationen und das Meldeformular finden Interessierte auf der Internetseite des Vereins.

Zu diesem, dem bereits 23. Treffen, auch im Verein selbst, seien nicht nur Besitzer der russischen Autos willkommen. „Wir sind zwar ein Lada-Verein, aber auch Oldtimer-Fans von Trabant, Simson bis W-50 oder Interessierte, können bei uns Mitglied werden. Wichtig ist die Gemeinschaft und der Spaß an alter Technik“, sagt der Vorsitzende.

Ein weiteres wichtiges Vereinsanliegen, das die Lada-Fans bereits seit IG-Zeiten begleitet, seien die freundschaftlichen Kontakte nach Griechenland. Nach dem Erdbeben in der Ägäis im Oktober 2020 sammelten die Mitglieder 2385 Euro Spendengelder für die Griechenlandhilfe. Unter anderem wurde ein Lada Niva für Bergungsarbeiten gespendet.

Entscheidend für ein reges Vereinsleben seien für den noch jungen Verein nicht zuletzt die Sponsoren. Zuständig dafür ist der zweite Vorsitzende Heinz-Dieter Lühmann, dem es zum Beispiel gelungen sei, Dieter Trzaska von Lada Deutschland, dem Generalimporteur, auf das Treffen in Suhl einzuladen. Aber auch regionale Unternehmen, wie der Bermbacher Metzger Fleischmann oder die Steinbach-Hallenberger Bäckerei Marr, haben die Lada Niva IG bereits unterstützt. Erfreulich in diesem Zusammenhang: Die Gemeinnützigkeit der Lada Niva IG sei mittlerweile anerkannt. Auch einen eigenen Fanshop gebe es mittlerweile, den Link finden Interessierte auf der Internetseite, so Höchenberger.

Autor

 

Bilder