Ein großer, dunkler, geschwungener, kunstvoll verzierter Brunnen steht in der Lagerhalle der Blaurocks. Von weitem sieht er nagelneu aus. Doch der Schein trügt. Es ist betagt, stammt aus den 1860er bis 1880er Jahren, schätzt Rolf Blaurock. Eine Marke, die genauen Aufschluss über seine Herkunft und Herstellungszeit gibt, habe der Metallrestaurator und Kunstschmied zwar nicht am Brunnen gefunden, doch er weiß wovon er spricht, hatte schon etliche Artgenossen in der Hinternaher Werkstatt, um sie zu restaurieren. Den Meininger Schwanenbrunnen nach 1997 nun übrigens bereits zum zweiten Mal. „Er war in keinem allzu schlechten Zustand, aber die Zeit hatte ihm schon zugesetzt“, bringt es der Senior auf den Punkt, der den Metallrestaurations- und Kunstschmiedebetrieb vor vier Jahren an seinen Junior, Tino Blaurock, weitergegeben hatte. Doch noch immer mischt er mit – genau wie seine Frau Elfi, die sozusagen hinter den Kulissen zu finden ist. Sie ist diejenige, die den „lästigen“ Bürokram erledigt.