Kunterbunter Herbst Drachenfest lockte hunderte Gäste nach Lauscha

Doris Hein

Es war die reinste Völkerwanderung: Hunderte Gäste strömten am Samstag zum Drachenfest auf den Wiesen unterhalb des Lauschaer FC-Sportplatzes.

Lauscha - Vorrangig waren es Familien mit Kind und Kegel, mit Vierbeinern und vor allem mit Drachen im Gepäck. Wo immer sich auf der Eller oder am Schotterwerk ein Plätzchen fand, waren Autos geparkt. Die meisten mit Sonneberger und Neuhäuser Kennzeichen. Aber auch solche, die auf Gäste aus Hildburghausen, Halle, Offenbach oder Bielefeld hinwiesen.

Ziel war das traditionelle Drachenfest von Heizungs- und Sanitärinstallateur Uwe Scheler. Der Lauschaer Unternehmer, selbst seit Jahren „Drachenfan“, hatte auch diesmal zahlreiche flugtüchtige Gesellen dabei – sowohl aus seiner privaten Sammlung als auch, um sie Besuchern auszuleihen, die selbst keinen Drachen mitgebracht hatten. Auch wenn der Wind zwischendurch nicht immer mitspielte – die zahlreichen kleinen Gäste hatten jede Menge Spaß, tollten auf den weitflächigen Wiesen umher und freuten sich über die Haflinger, die gleich nebenan weideten und dem bunten Treiben neugierig zuschauten.

Unterstützt wurde der Organisator heuer erstmals durch den Lauschaer Feuerwehrverein. Scheler war dankbar für die Helferschar, konnte er sich doch dadurch selbst intensiver dem Hauptgeschehen des Nachmittags, dem Drachensteigen, widmen, gute Ratschläge erteilen und sich über die strahlenden Gesichter der Kinder freuen, die beim ihm einen Drachen ausliehen – mit Flamingos, Adler, Auto, Einhorn oder anderen Fantasiegebilden verziert.

Die Ehrenamtler hatten am Morgen selbst erst ihr neues Einsatzfahrzeug feierlich in Betrieb genommen. Nun sorgten sie hoch droben auf dem Berg für Speis und Trank für die Drachenfest-Gäste. Neben vielerlei Getränken, Wienern und Pommes gab es auch Stockbrot, das nicht nur die Kleinen, sondern auch so mancher Vati für seinen Sprössling mit Begeisterung ans Feuer hielt.

Zahlreiche Lauschaer unternahmen an diesem Nachmittag extra einen Spaziergang über die Eller, um das Fest aus der Nähe in Augenschein zu nehmen. Letztlich waren sie von der Kinderschar ebenso beeindruckt wie von der „Herde wilder Pferde“ nebenan. Die Besucher äußerten sich samt und sondern äußerst positiv zum Drachenfest und seinen Veranstaltern. Viele waren ganz einfach froh über das Miteinander, das sie so lange vermisst hatten. Und natürlich über den herrlichen Nachmittag für ihre Kinder und Enkel. Auch die Organisatoren freuten sich über den regen Zuspruch zum Freiluft-Event, das nach der Corona-Unterbrechung auf jeden Fall wieder zum festen Bestandteil des Lauschaer Veranstaltungskalenders werden soll.

Das nächste Drachenfest in der Rennsteigregion steigt übrigens am kommenden Samstag, 23. Oktober, von 13 bis 18 Uhr am Skilift am Neuhäuser Apelsberg. Dort laden zum ersten Mal Diakoniewerk Sonneberg-Hildburghausen und Stadt Neuhaus am Rennweg zum gemeinsamen Drachensteigen ein und versprechen: Wind ist bestellt und auch für Speis und Trank ist bestens gesorgt.

 

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