Zuletzt war der Altfrauteich vor über einem Jahr noch einmal der „Star“ einer Veranstaltung zum „Tag des offenen Denkmals“. Im September 2023 stellte Grabungstechniker Marco Grosch vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) seine Untersuchung nicht weit vom Oberbecken des PSW Goldisthal auf dem Wurzelberg vor. Seinerzeit hieß es, der Teich werde wiederaufgebaut, möglicherweise mit derselben Konstruktion. Sehr wohl hatten die Techniker die Zeichnungen und Dokumentationen der Archäologen studiert und selbst die Holzkonstruktion – mit modernen Möglichkeiten – nachvollzogen. Aber gehalten hat der Teich nicht. Mitte Oktober schwammen die Balkenlagen auf, der Grundablass war beschädigt und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) mussten den Teich leerpumpen. Der Teichbau nach der biedermeierlichen oder gar barocken Technologie erwies sich als doch nicht so einfach. „Wir haben es nicht geschafft“, räumte Revierförster Dirk Niebuhr kürzlich während eines Vortrags, zu dem der Geschichtsverein Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) in die Goldisthaler Feuerwehr eingeladen hatte, ein. „Was die vor 300 Jahren ohne Technik geschafft haben, das schafft ihr mit moderner Technik nicht“, musste sich der Revierförster anhören, der auch nur Gast des Geschichtsvortrags war. Ironisch war der Einwurf schon gemeint. Im Feuerwehrsaal wurde spekulierte, ob da vielleicht die Hölzer anders geschnitten, gelagert oder schlicht mehr Zeit aufgewendet worden war als heutigen Tages.