Kultur- und Geschichtsverein Stadtlengsfeld Vielfältige Aktivitäten gewürdigt

Jürgen Körber
Michael Klostermann, Vorsitzender der SPD Wartburgkreis (2. von links), übergibt den Julius-Lippold-Ehrenamtspreis und den symbolischen Scheck an den Vereinsvorsitzenden Rolf Leimbach. Foto: Jürgen Körber

Mit der Übergabe des Julius-Lippold-Ehrenamtspreises sind die vielfältigen Aktivitäten seit Gründung des Kultur- und Geschichtsvereins Stadtlengsfeld gewürdigt worden.

Der am 21. Mai 2010 – im Vorfeld und in Vorbereitung auf die 875-Jahrfeier Stadtlengsfelds im August 2012 – gegründete Kultur- und Geschichtsverein hatte sich in seiner Vereinssatzung anspruchsvolle Ziele gesetzt, darunter Recherchen zur Stadt- und Regionalgeschichte und deren Dokumentation, die Organisation und Gestaltung von Ausstellungen, Vorträgen, Führungen und vieles mehr. Auch die Organisation und Veranstaltung von Kabarettabenden und Konzerten steht von Beginn an auf der Vereinsagenda. In den nunmehr zwölf Jahren seines Bestehens haben die Vereinsmitglieder viel bewegt und Bleibendes für die Stadt und darüber hinaus geschaffen. Der Verein unter Leitung seines Vorsitzenden Rolf Leimbach zählt aktuell 21 Mitglieder, ist in der Stadt dauerhaft präsent und gestaltet das Leben in der Stadt aktiv mit.

Mit der feierlichen Übergabe des Julius-Lippold-Ehrenamtspreises durch den Vorsitzenden der SPD Wartburgkreis, Michael Klostermann, an den Stadtlengsfelder Ortschronisten und Vorsitzenden des Kultur- und Geschichtsvereins, Rolf Leimbach, fand das bemerkenswerte ehrenamtliche Engagement des Vereins jetzt gebührende Wertschätzung.

Alleinstellungsmerkmal

Der Namensgeber des Ehrenamtspreises, Tischlermeister Julius Lippold, gehörte 1889 zu den Mitbegründern des sozialdemokratischen Ortsvereins in Eisenach, war dessen langjähriger Vorsitzender und Mitglied des sozialdemokratischen Kreisvorstandes und prägte über Jahrzehnte maßgeblich die Arbeit der SPD in der Wartburgregion. Der Preis, der in diesem Jahr erst zum zweiten Male ausgelobt wurde und mit 250 Euro dotiert ist, wird in vier Kategorien, darunter Sport, Brand- und Katastrophenschutz, Jugend-, Senioren und Sozialarbeit, vergeben. Der Stadtlengsfelder Verein erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Kultur, Heimat- und Brauchtumspflege.

In seiner Laudatio zur Preisverleihung verwies Klostermann auf die unschätzbare Bedeutung des Ehrenamtes und die durch den Preisträger praktizierte Förderung der Kultur, beispielsweise die Organisation von Konzerten und Kabarettabenden sowie die Aufarbeitung und Dokumentation der Geschichte der Stadt und der Region und hier insbesondere auf die bisher 13 Bände umfassenden Publikationen, mit denen der Verein über ein „Alleinstellungsmerkmal“ verfüge.

Respekt und Anerkennung

Dank, Respekt und Anerkennung für die geleistete Arbeit kam in den Worten Klostermanns zum Ausdruck. Der ihn begleitende Daniel Dietrich, Büroleiter der SPD-Bundestagsabgeordneten Tina Rudolph, schloss sich den Worten Klostermanns an und übermittelte deren Grüße und Glückwünsche an die Preisträger.

Nachwuchs-Problem

Vereinsvorsitzender Rolf Leimbach nahm dankbar und sichtlich bewegt im Beisein der Vorstandsmitglieder die Auszeichnung für den Verein entgegen. In einem kurzen Rückblick ließ er die Geschichte des Vereins und die wesentlichen Aktivitäten, wie das Benefizkonzert mit dem Thüringer Polizeimusikkorps, die Dauerausstellung zur Geschichte des Stadtlengsfelder Porzellans und den Jü-disch-Thüringischen Kulturnachmittag, Revue passieren, nicht ohne auf die vorhandenen Probleme, wie beispielsweise die Nachwuchsgewinnung, das Fehlen geeigneter Ausstellungsräume und die baldige Schaffung von Grundlagen für die notwendige Digitalisierung vorhandener Schriftstücke hinzuweisen.

Viele Ideen

Im nachfolgenden, überaus konstruktiven Gespräch wurden weitere Fragen, beispielsweise zur Kooperation des Stadtlengsfelder Vereins mit der Schule und der Organisation von Kulturveranstaltungen, darunter eines Konzertes mit der Thüringer Philharmonie, thematisiert.

An Ideen mangelt es den Mitgliedern des Kultur- und Geschichtsvereins nicht. Die Auszeichnung mit dem „Julius-Lippold“- Ehrenamtspreis ist ihnen Anerkennung und Ansporn zugleich.

 

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