Meiningen. Einer der zwanzig Titel, die für den diesjährigen Deutschen Buchpreis zur Frankfurter Buchmesse nominiert wurden, gehörte zu den Leseproben zu „Pasch halb acht“ am vergangenen Donnerstag in der Buchhandlung Lohmann.

Wieder einmal war zur Lesereihe, die inzwischen viermal im Jahr zu einem festen Termin im Kulturkalender der Stadt geworden ist, eingeladen. Außerhalb der üblichen Bestsellerlisten bietet sie den Literaturfreunden Gelegenheit, sich über interessante Neuerscheinungen zu informieren. Das alternative Angebot erfreut sich inzwischen eines festen Zuhörerstamms. Zu einem Gläschen Sekt oder Saft – spendiert von der Buchhandlungschefin Constance Schmidt – bietet Albert R. Pasch in entspannter Atmosphäre literarische Häppchen.
In der kurzweiligen Lesestunde stellte er diesmal vier Bücher vor.

Zunächst die „Jenseitsnovelle“ von Matthias Politycki über das Leben eines Sinelogen-Ehepaars. Sie beginnt mit dem plötzlichen Tod der Frau und führt in den Erinnerungen ihres Mannes zurück in eine Dreiecksgeschichte über Liebe und Verrat. Auch in dem Roman „Sieben Jahre“ von Peter Stamm über ein Architekturstudenten-Paar steht ein Mann zwischen zwei Frauen. „Das Thema, das beide Bücher verbindet, ist das Miteinander-Sprechen im Zusammenleben“, meinte Albert R. Pasch. Mit der Größe von Thomas Manns „Die Buddenbrooks“ verglich er Peter Hennings „Die Ängstlichen“ (Buchpreis nominiert). Ein Familienroman, in dessen Mittelpunkt die Angst als treibende Kraft im Leben unterschiedlichster Menschen steht. Satirisches von Peter Wischmeyer über deutsche Ehemänner aus dem „Witzigsten Vorlesebuch der Welt“ von Jürgen von der Lippe gab‘s dann zum Abschluss . (cs)