Kulmbach/Bayreuth - 6.30 Uhr, ein Freitag in der Wurstküche der Metzgerei Ohnemüller, Kulmbach. Seit zwei Stunden arbeitet Christian Ohnemüller (38) mit seinen drei Mitarbeitern. Alle tragen weiße, kurze Hosen, weißes Oberteil, eine Schürze und Gummistiefel. Der Boden ist so sauber, man könnte davon essen. Ohnemüller schleppt zwölf Kilogramm Magerfleisch ran und 18 Kilo richtig fettes Fleisch. Alles vorgewogen für das Herzstück der Metzgerei, den Kutter. „Der beste, der zu haben ist“, sagt der Senior-Chef, der den Betrieb im vergangenen Jahr an seinen Sohn übergeben hat. „Gute Ware ist nur mit guten Maschinen zu haben.“ Der Kutter sieht aus wie ein Waschbecken aus Beton, drin dreht sich eine Schiffsschraube mit sechs Messern. „Die sind richtig scharf“, sagt Ohnemüller.