Vermutlich muss er sich daran festhalten. Am Glauben an ein gutes Ende einer bösen Sache. „Er hofft“, sagt sein Verteidiger, dass er den Schaden wieder gutmachen könne, der Versicherungsmakler und Vermögensvermittler aus der Rhön, der sich vor der Großen Strafkammer am Landgericht Meiningen verantworten muss, weil er Leute betrogen haben soll, als er ihnen versprach, aus ihrem Geld mehr Geld zu machen. Viel mehr Geld. Anstatt aber, wie vereinbart, Lebensversicherungen anzukaufen, hat der Mann die Ersparnisse seiner Kundschaft in Kryptowährungen angelegt. Oder in vermeintlichen Kryptowährungen – bei der Kriminalpolizei ist man überzeugt, dass der Angeklagte selbst einer international florierenden Betrugsmasche zum Opfer gefallen ist. Und das Geld, das er für insgesamt 27 Leute angelegt hatte, mitnichten zehn und mehr Prozent Rendite abwerfen wird. Sondern längst in den finsteren Kanälen der Krypto-Betrüger-Szene verschwunden ist – ungefähr eineinhalb Millionen Euro.
Krypto-Währungen Das große Geld – auf dem Konto oder in Utopia?
Redaktion 30.09.2026 - 18:57 Uhr