Prestigeobjekt auf dem Prüfstand
Besonders umstritten ist das Großprojekt "Louvre – Nouvelle Renaissance". Geplant sind eine neue Eingangshalle, zusätzliche Ausstellungsflächen und ein eigener Saal für die Mona Lisa. Kritiker bemängelten, dass unter Laurence des Cars Prestige vor Sicherheit und dringend nötigen Investitionen in die marode Substanz gestellt wurde – ein Vorwurf, der die frühere Direktorin stark in die Kritik brachte.
Beobachter erwarten nun, dass Leribault das Projekt neu bewertet. Seine Erfahrung aus Umbauten am Musée d’Orsay und Reformen am Petit Palais könnte ihm helfen, den Spagat zwischen Prestige und Funktionalität zu meistern.
Hauskenntnis als Startvorteil
Hinzu kommt: Leribault kennt den Louvre von innen. Er arbeitete bereits früher im Haus, unter anderem in der grafischen Sammlung, und ist damit kein externer Sanierer, sondern ein Insider mit Verwaltungserfahrung.
Diese Kombination aus Insiderwissen, operativer Erfahrung und pragmatischem Handeln dürfte ihm nun helfen, den Louvre aus dem Krisenmodus zu führen. Ob ihm der Neustart gelingt, wird sich daran messen lassen, ob Prestige künftig mit Stabilität, Sicherheit und Funktionsfähigkeit in Einklang gebracht wird.