Fakt ist: Die Zahl der Straftaten im Zusammenhang mit Rauschgift sind im vergangenen Jahr im Bereich der Landespolizeiinspektion (LPI) Gotha gesunken und zwar von 1615 im Jahr 2020 auf 1366 im vergangenen Jahr. Das besagen Zahlen, die vor wenigen Tagen im Rahmen der Kriminalstatistik der LPI Gotha vorgestellt wurden. Sie berücksichtigen den Landkreis Gotha, den Ilm-Kreis und den nördlichen Wartburgkreis. Im Gegensatz zu anderen Straftaten werden solche im Drogenmilieu normalerweise nicht angezeigt. Hier ist landespolizeiliche Aufklärung gefragt, sagt der Polizeidirektor der LPI, Detlev Schum. Der Leiter Sachgebiet Kriminalität, Tobias Meisel, ergänzt, dass man aus diesen Zahlen nicht den Rückschluss ziehen könne, dass weniger Drogen auf dem Markt seien. Als Beispiel nannte er einen Fall vom August vergangenen Jahres, als bei einer 20-Jährigen im Rahmen einer Kontrolle 15 Kilogramm Amphetamine (Speed) im Fahrzeug gefunden wurden. „Der Markt ist da. Er will bedient werden. An die Pandemie-Verordnungen wie die Sperrstunde hielten sich Drogendealer und -süchtige. Statt auf Straßen und Plätzen bleiben sie unauffällig in Gebäuden. Das bedeutet weniger Entdeckungsmöglichkeiten durch weniger Kontrollgelegenheiten. „Wir haben keine offene Anbieterszenen wie in Großstädten.“