Ist es eine realistische Einschätzung oder übertriebene Panikmache? Zahlreiche Experten für Militär- und Außenpolitik haben in den vergangenen Wochen und Monaten ihre Bewertung der Bedrohungslage Deutschlands verschärft. Zuletzt hatte der renommierte Potsdamer Militärhistoriker Sönke Neitzel für Aufsehen gesorgt, als er vor den Ambitionen des russischen Präsidenten Wladimir Putin warnte und explizit einen möglichen Krieg in den kommenden Monaten heraufziehen sah. Der Ausdruck „Letzter Sommer im Frieden“ sei „eben leider nichts völlig Irreales mehr, sondern es kann so kommen“, hatte Neitzel gesagt – auch mit Blick auf den erkennbaren Unwillen Russlands, nach den diplomatischen Bemühungen aus den USA Zugeständnisse zu machen oder überhaupt ein Ende des Krieges gegen die Ukraine anzustreben.
Kriegs-Debatte Varwick: „Panik führt in eine gefährliche Sackgasse“
Markus Ermert (43) 05.04.2025 - 06:04 Uhr