Kämpfe hängen eng mit Iran-Krieg zusammen
Der Krieg im Libanon hängt eng mit dem Iran-Krieg zusammen, weil der Iran der wichtigste Unterstützer der Hisbollah ist und die Miliz auch im Interesse von oder auf Weisung aus Teheran handelt. Als Reaktion auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem Luftangriff nahm auch die Hisbollah Anfang März den Beschuss Israels wieder auf. Dabei gab es Tote. Die israelische Luftwaffe reagierte mit massiven Luftangriffen, bei denen mehr als 2.000 Menschen getötet und etwa 1,2 Millionen vertrieben wurden.
Auch im Iran-Krieg hat Trump kürzlich eine geltende Waffenruhe kurz vor deren Ablauf einseitig verlängert. Die Waffen sollen demnach schweigen, bis Teheran mit einem geeinten Vorschlag an den Verhandlungstisch kommt. Ob dies passiert, bleibt abzuwarten. Beide Seiten drohten, sie seien bereit, die Kämpfe wieder aufzunehmen. Die USA stocken vor diesem Hintergrund ihre Militärpräsenz in der Region mit einem dritten Flugzeugträger weiter auf.
USA ziehen dritten Flugzeugträger in Nahost zusammen
Die "USS George H.W. Bush" befinde sich jetzt im Indischen Ozean, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Das letzte Mal, dass die USA drei Flugzeugträger im Zuständigkeitsbereich von Centcom hatten, sei 2003 gewesen, als die USA sich auf die Invasion im Irak vorbereiteten, zitierte das "Wall Street Journal" einen US-Beamten.
Trump hatte eine Öffnung der von Teheran weitgehend blockierten Straße von Hormus zur Bedingung für die Waffenruhe gemacht, während er zugleich an der eigenen Blockade iranischer Häfen festhält. Trump wies die Marine seines Landes nun an, alle Schiffe zu beschießen und zu versenken, die Minen in der für den globalen Ölhandel wichtigen Meerenge ausbringen würden.
Minensuchboote würden die Straße von Hormus zugleich noch intensiver von Sprengkörpern säubern, schrieb Trump auf Truth Social. Das US-Nachrichtenportal "Axios" zitierte einen US-Beamten und eine weitere Quelle, wonach die Marine der iranischen Revolutionsgarden diese Woche dort weitere Minen verlegt habe.
Israel zur Wiederaufnahme des Iran-Krieges bereit
Israel ist laut Verteidigungsminister Israel Katz "bereit, den Krieg gegen den Iran wieder aufzunehmen". Sein Land warte auf grünes Licht aus den USA, sagte er nach Angaben seines Büros vom Donnerstagabend bei einer Lagebeurteilung. Die Ziele seien bereits festgelegt. Es gehe unter anderem darum, die Familien-"Dynastie" des neuen obersten Führers Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, endgültig zu zerschlagen.
Weiteres Ziel sei die Zerstörung der wirtschaftlichen Infrastruktur, einschließlich Energie- und Stromanlagen. Katz sprach davon, den Iran "in die Steinzeit" zurückzuversetzen. Trump hatte sich vor Wochen ähnlich ausgedrückt.