Krieg ILO: Verheerende Arbeitslosigkeit im Gazastreifen

Menschen kaufen auf einem Markt im Gazastreifen Lebensmittel ein. Nach acht Monaten Krieg liegt die Arbeitslosigkeit im Gazastreifen nach einer neuen Analyse bei 79,1 Prozent. Foto: Mohammed Talatene/dpa

Der Gaza-Krieg wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Die Internationale Arbeitsorganisation hat die Arbeitslosigkeit analysiert.

 
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Genf - Nach acht Monaten Krieg liegt die Arbeitslosigkeit im Gazastreifen nach einer neuen Analyse bei 79,1 Prozent. Im von Israel besetzten Westjordanland, wo die Zahl der Zusammenstöße zwischen Palästinensern, israelischen Siedlern und Soldaten deutlich gestiegen ist, lag sie bei 32 Prozent, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) zusammen mit dem palästinensischen Statistikbüro berichtete.

Wahrscheinlich seien die Zahlen noch viel höher, berichtete die ILO. Menschen, die angesichts der Lage gar nicht mehr nach Arbeit suchten, seien nicht erfasst.

Das reale Bruttoinlandsprodukt im Gazastreifen sei innerhalb von acht Monaten um 83,5 Prozent geschrumpft, im Westjordanland um 22,7 Prozent. In den ersten vier Monaten des Konflikts seien in beiden Regionen zusammen im Privatsektor täglich Produktionsverluste von 19 Millionen Dollar (17,5 Mio Euro) entstanden.

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