Kreissportbund Wenn der Berg das Team zur Arbeit ruft...

Einen Arbeitsplatz mit Aussicht hatte das KSB-Team Foto:  

Der KSB-Tipp ist seit über einem Jahr Bestandteil der Arbeit des Sportbundes im Landkreis. In den Osterferien führte ein Tipp das Team nach Römhild.

Hildburghausen - Der Kreissportbund (KSB) bewegt die Menschen. Seit vielen Jahren zieht er die Vereinsfäden im Hintergrund, bildet Trainer aus, sorgt für Vielfalt im Breitensport, ehrt das Ehrenamt. Seit gut einem Jahr hat der KSB Hildburghausen ein weiteres „Geschäftsfeld“ erschlossen – der Pandemie geschuldet. Seit dem ersten Lockdown sorgen Leiter Ulrich Hofmann und sein Team nämlich für Abwechslung, Kreativität und Bewegung im Landkreis und präsentieren regelmäßig den KSB-Tipp in der Heimatzeitung.

Wie so ein Tipp entsteht, durfte die Redaktion hautnah miterleben: Zwei geheime Zutaten zum Erfolgsrezept ließen sich schnell entdecken: Liebe zum Detail und ein standfestes Team mit gemeinsamen Visionen. Dazu eine Prise Humor, Naturverbundenheit und Nächstenliebe. All das nämlich lebt das dreiköpfige KSB-Team Tag für Tag in den Büroräumen in Hildburghausen und an außergewöhnlichen Tagen – wenn zum Beispiel ein Tipp auf dem Kleinen Gleichberg in Römhild entsteht – auch im sportlichen Outdoor-Einsatz.

Der Himmel ist leuchtend blau und die Frühlingssonne strahlt, als sich Ulrich Hofmann, Andrea Wingerter und Anna Hoffmann auf den Weg machen Richtung Gipfel des Kleinen Gleichbergs. Die Kamera greifbar, streifen sie am Fuße des Römhilder Wahrzeichens Waldböden mit einem Meer aus Bärlauch und Märzenbechern, gerahmt von einem munteren Bächlein, an dessen Ufern die Frühblüher um die Wette ihre farbenfrohen Köpfchen Richtung Sonnenlicht strecken. Immer wieder fangen sie zauberhafte Momente in Fotos ein, überlegen sich dabei, was sie ihrem Publikum – meist sind es ganze Familien, die den Tipps folgen – präsentieren können, um es in Aktion zu bringen.

Mit geschultem Auge wählen sie die treffenden Motive, die Lust auf das Erlebnis in der gerade aus dem Winterschlaf erwachenden Natur machen, überlegen gemeinsam, welche Informationen sie geben möchten, ob sie sich in ihrem Tipp mehr auf Geologie oder Archäologie konzentrieren sollen. Während sie den Tipp testen und in Bildern einfangen, haben sie in Gedanken stets die Zielgruppe im Blick, tauschen sich fachkundig über ihr Projekt aus, berühren Bäume mit zauberhaft geteilten Stämmen, balancieren auf Baumstämmen, die den Weg kreuzen, entdecken Baumwurzelhöhlen, Aussichtspunkte und Rastplätze.

Auf dem Gipfel angekommen, lassen sie sich von der unverwechselbaren Kraftplatzenenergie des ehemaligen Keltendomizils in den Bann ziehen, fühlen die Leichtigkeit, die sich zwischen Basaltgestein, Märchenwald und unglaublicher Weite ausbreitet. An einem zauberhaften Ort auf einer Steinbank mit Blick durch einen Baumstammrahmen auf den großen Gleichberg rasten sie.

Die Mittagspause ist eine Mischung aus Arbeitsmeeting und Teamevent und man spürt einmal mehr, wie die drei für ihre Arbeit brennen und von Herzen gerne tun, was sie tun. Die Mischung aus einem eingefleischten Fußballfan mit Managergeist und einem Faible für Zahlen, einer Pfälzerin, die sich im Landkreis Hildburghausen super angekommen fühlt, ihren Job liebt und der es nichts ausmacht, in den Abendstunden digitale Schulungen zu geben, plus einer heimatverbundenen Dreifachmama, die Organisationstalent, Vereinsspezialistin und jüngstes Teammitglied zugleich ist, scheint das Erfolgsgeheimnis des Teams zu sein.

„Wir arbeiten alle gerne. Das zeigt sich immer wieder aufs Neue in unseren Ergebnissen. Das Team harmoniert super und ergänzt sich perfekt. So macht der Job einfach Spaß“, sagt Ulrich Hofmann, der froh ist, in Zeiten von Corona neben dem Tagesgeschäft den KSB-Tipp auf die Beine stellen zu können. „So bleiben die Menschen in Bewegung und mit uns verbunden. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, auch in Zeiten von gebotener Distanz den Kontakt zu halten, an Vereinen und Mitgliedern dranzubleiben, sie zu erreichen. Eben auch digital und mit gedruckten Tipps, wenn es persönlich nicht möglich ist.“

Während beim Abstieg noch der Delfinbrunnen, mystische Lichtungen und Bärlauchwiesen fotografiert und gedanklich verinnerlicht werden, endet der Einblick in die KSB-Tipp-Entstehung am Waldhaus nahe des Steinsburgmuseums.

Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man aus einer Zauberwelt zurück in die Realität kommen, wenn man die Landstraße zwischen den Gleichbergen Richtung Parkplatz betritt. Aber so sicher wie der KSB-Plan, auch nach der Pandemie weiter Tipps zu kreieren, ist auch das Versprechen, die Heimatzeitung wieder Teilhaben zu lassen, wenn ein neues Outdoor-Abenteuer in Angriff genommen wird.

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