Kreisoberliga-„Match der Woche“ Freitag nach eins ... – nicht für Effelder und Oberlind

Vor dem „Match der Woche“ der Fußball-Kreisoberliga Südthüringen gibt’s reichlich Bauchpinselei zwischen dem SC 09 Effelder und dem SC 06 Oberlind.

Wen sieht Toni Lenkardt, Trainer in Effelder, in der Favoritenrolle? Foto: frankphoto.de

Aufsteiger gegen den Vorjahresdritten: Der SC 09 Effelder hat Heimrecht gegen den SC 06 Oberlind. Der Neuling der Kreisoberliga Südthüringen steht vor dem Kreisderby nach vier Spieltagen in der Tabelle vor den Randsonnebergern. Wir haben bei beiden Trainern, Toni Lenkardt (Effelder) und Andreas Rudolph (Oberlind), vorgefühlt.

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Hallo Toni, hallo Andreas, wie zufrieden sind Sie mit dem Saisoneinstand?

Toni Lenkardt: Zufrieden ist vielleicht das falsche Wort. Generell muss man sagen: Wenn du als Aufsteiger nach vier Spieltagen sieben Punkte auf dem Konto hast und gleichzeitig noch gar nicht genau weißt, wo du eigentlich stehst, dann kannst du damit definitiv gut leben. Wir sind nicht unzufrieden. Trotzdem wissen wir, dass noch sehr viel Arbeit vor uns liegt und wir uns weiterentwickeln müssen, um in dieser Liga zu bestehen.

Andreas Rudolph: Mit dem Saisonstart bin ich zufrieden, soweit man das nach drei gespielten Spielen überhaupt sagen kann.

In der Tabelle steht Effelder einen Punkt vor Oberlind. Ist das nach dem Match auch noch so?

Toni Lenkardt: Die aktuelle Tabelle ist keinesfalls aussagekräftig. Die Gründe kennt jede Mannschaft für sich. Nach vier Spieltagen sagt sie, meiner Meinung nach, noch nicht wirklich viel aus. Es ist einfach zu früh, um irgendwelche Prognosen abzugeben. Oberlind hatte kein einfaches Auftaktprogramm und auch aktuell ein Spiel weniger. Die Favoritenfrage ist rechnerisch schnell beantwortet: Wir sind es nicht. Unser Gast hat sich in den vergangenen Jahren – das muss man auch der Arbeit von Andreas zugute halten – wirklich sehr stark entwickelt, eine sehr gute Mischung aus jungen, talentierten Spielern und erfahrenen Akteuren gefunden und gerade in der Rückrunde der vergangenen Saison gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt. Als Aufsteiger sind wir ganz klar der Underdog, aber wir wollen uns keineswegs verstecken, haben den Heimvorteil und können frei aufspielen.

Foto: Carl-Heinz Zitzmann

Andreas Rudolph: Das werden wir sehen. Ich hoffe natürlich, dass dem nicht so ist. Die letzten beiden Spiele in der Saison 2024/25 endeten jeweils 1:1. Das zeigt schon die Schwere der Aufgabe. Insgesamt endeten ja vier der letzten acht Vergleich remis; erst einen haben wir gewonnen. Diese Statistik ist also ausbaufähig.

Das Duell findet am Freitagabend statt. Sind solche Begegnungen „unter der Woche“ noch einmal was Besonderes?

Toni Lenkardt: Derbys hier im Landkreis Sonneberg sind grundsätzlich immer etwas Besonderes. Da auf dem Platz zu stehen, macht doch den Reiz im Amateurfußball aus. Wenn dann noch ein Freitagabendspiel unter Flutlicht und hoffentlich vor vielen Zuschauern dazukommt, macht das die Atmosphäre noch ein Stück besser. Wir wollen den Abend gemeinsam mit unseren Zuschauern genießen – am liebsten mit einem positiven Ergebnis.

Andreas Rudolph: Ob das Spiel am Freitagabend, Samstag oder Sonntag stattfindet, ist mir egal. Wichtig ist, dass die Spieler fit in die Begegnung gehen. An einem Wochentag könnte die Vorbereitung auf das Match durch die Arbeit und vielleicht einer verspäteten Anreise erschwert werden. Und ein Freitagspiel bringt natürlich auch den wöchentlichen Trainingsplan etwas durcheinander. Donnerstag ist Training. 24 Stunden später ein Punktspiel – das geht nicht ...  awh