Kreis Hildburghausen Feuerwehr löscht Flächenbrände

Feuerwehrleute löschen am Sonntag zwei Flächenbrände auf jeweils mehreren Hektar – am Vormittag an der Autobahnauffahrt Eisfeld-Nord und am Nachmittag nahe Goßmannsrod. In der großen Trockenheit warnen Feuerwehr und Forstamt einmal mehr vor Fahrlässigkeit.

Ob Funkenflug, Fahrlässigkeit oder eine andere Ursache – zu den Auslösern zweier Flächenbrande am Sonntag im Landkreis Hildburghausen ermittelt die Polizei. Am Vormittag haben zunächst etwa drei Hektar Wiesenfläche an der Auffahrt Eisfeld-Nord zur Autobahn 73 gebrannt. Am Nachmittag loderten Flammen dann auf circa zwei Hektar Feld- und Wiesenfläche nahe eines Waldes bei Goßmannsrod. Feuerwehrleute bekamen die Brände jeweils unter Kontrolle und verhinderten ein noch weiteres Ausbreiten und ein Übergreifen auf den Wald.

An der Anschlussstelle Eisfeld dehnte sich das Feuer rasch über die Böschung hinaus aus. Etwa 30 Feuerwehrleute aus Eisfeld und Schleusingen übernahmen die Brandbekämpfung über zwei Flanken. Zusätzlich wurde die Führungsunterstützung aus Hildburghausen alarmiert. Die Rauchentwicklung sorgte anfangs für Behinderungen. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Landesstraße 3004 im Bereich der Einsatzstelle ebenso am Vormittag gesperrt wie die Autobahnauffahrt Richtung Suhl.

Beim Brand eines Feldes und einer Wiese nahe Goßmannsrod in Waldnähe verhinderten Feuerwehrleute aus Veilsdorf und Hildburghausen Schlimmeres. Sie erhielten Unterstützung von Mitarbeitern der Milchland GmbH Veilsdorf, welche die Erntearbeiten dort bereits beendet hatte, mit einem Wasserhänger. Außerdem bearbeiteten die Milchland-Beschäftigten nach den Löscharbeiten mit von Traktoren gezogenen Grubbern und Scheibeneggen den Boden intensiv, um Glutnester und ein Aufflammen des Feuers zu verhindern. „Es ist eben extrem trocken. Wie es zu dem Brand kam, ist bislang unklar“, sagt Silvio Reimann, der Geschäftsführer des Unternehmens. „Von alleine brennt das Feld jedenfalls nicht.“ Die Firma habe in diesen trockenen Zeiten stets zwei Wasserhänger mit 18 000 beziehungsweise 12 000 Litern parat stehen, um in solchen Gefahrenlagen der Feuerwehr Hilfestellung zu leisten. „Wir sind auch entsprechend als wasserführendes Unternehmen in der Rettungsleitstelle gelistet“, sagt Reimann.

Im Heldburger Unterland und Teilen des Grabfeldes im Bereich des Forstamtes Heldburg gilt gegenwärtig laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Waldbrandgefahrenstufe 4 – hohe Waldbrandgefahr. Die anderen Gegenden des Landkreises, in denen auch das Forstamt Schönbrunn zuständig ist, liegen bei Stufe 3 – mittlere Waldbrandgefahr. Feuerwehr und Forstamt warnen wegen der anhaltend großen Trockenheit einmal mehr vor Fahrlässigkeit. Ein Feuer könne sich schnell ausbreiten und zu einer schwer beherrschbaren Lage führen. „Eine natürliche Entzündung im Wald gibt es eigentlich nur durch Blitz“, sagt Lars Wollschläger, Leiter des Forstamtes Heldburg. „Alles andere ist im Regelfall fahrlässiger Umgang mit Feuer und offenem Licht – von nichts kommt nichts.“ Er nennt eine weggeworfene Zigarettenkippe ebenso wie den Funkenflug technischer Geräte als mögliche Ursachen für Brände. „Es ist salztrocken, weil es nicht regnet. Die Untervegetation stirbt ab, das Gras ist wie Stroh und damit feuerfängisch. Entspannung zeichnet sich nicht ab und die Waldbrandgefahr steigt weiter.“ Wollschläger mahnt deshalb: „Im Wald rauchen oder Grillen am Waldrand – wer logisch denkt, tut das einfach nicht, um die Gefahr nicht zu erhöhen.“

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