Wer das Wasser, symbolisch gesprochen, zwischen den Notenlinien sucht – der denkt vielleicht zuerst an Smetana. Die Moldau, die sich so majestätisch durch Böhmen windet. Kein Komponist hat einen Fluss jemals romantischer beschrieben. Das Werk ist so populär, dass es beim dritten Sinfoniekonzert der Meininger Hofkapelle am Mittwochabend nicht auf dem Programm stand. Philippe Bach, der ehemalige Meininger GMD, hatte sich vorgenommen, dem Publikum nicht ganz so gegenwärtige musikalische Interpretationen rund um Molekül des Leben vorzustellen. Die mündeten am Ende wieder einmal in einen sensationellen sinfonischen Abend.