Konzert für Flutopfer „Land des Lächelns“ öffnet Brieftaschen

Mit ihrem Stadtpark-Konzert zugunsten der Flutopfer-Katastrophe in Deutschland hat die Pianistin Annerose Röder einen Nerv beim Publikum in Sonneberg getroffen. Danach kam eine ordentliche Spendensumme zusammen.

Mehr als 100 Zuhörer genossen die sorgfältig ausgewählte und live vorgetragene Klaviermusik der Künstlerin Annerose Röder im Sonneberger Stadtpark. Das Geld geht an Flutopfer. Foto: /Cindy Heinkel

Sonneberg - Mit ihrem Stadtpark-Konzert zugunsten der Flutopfer-Katastrophe in Deutschland hat die Pianistin Annerose Röder am Donnerstag einen Nerv beim Publikum in Sonneberg getroffen. Mehr als 100 Zuhörer genossen die sorgfältig ausgewählte und live vorgetragene Klaviermusik der Künstlerin. In Gedenken an jene getroffenen Menschen, die teils Angehörige, ihr Hab und Gut und ihr Zuhause verloren haben, erklangen gefühlvolle Stücke aus der Oper „Nabucco“, die Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Jaques Offenbach oder Titel wie „Think of me“ („Denk an mich“) oder „Wishing you were somehow here again“ („Könntest Du doch wieder bei mir sein“) aus dem Musical „Phantom der Oper“, aber auch Mut machende Lieder wie etwa „Halleluja“.

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Land des Lächelns

Neben den Ohrwürmern hatte Annerose Röder Stücke aus der romantischen Operette „Land des Lächelns“ von Franz Lehár im Gepäck, wie beispielsweise „Dein ist mein ganzes Herz“. Musikalisch setzte sie gegen Ende des Konzertes einen Hoffnungsschimmer mit dem „Walzertraum“ von Oscar Straus sowie dem Frühlingsstimmenwalzer und „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauss.

Der erste Beigeordnete der Stadt Sonneberg, Christian Dressel eröffnete das Konzert mit den Worten: „Wir versuchen etwas Linderung zu schaffen für die Mitbürger in den Überflutungsgebieten. Gleichzeitig wollen wir wieder kulturelles Leben in unserer Stadt ermöglichen.“ Statt eines Eintrittsgeldes konnten die Gäste einen selbst gewählten Betrag in die Spendenbox stecken. Dabei sind 860 Euro, inklusive der Gage, zusammengekommen. Annerose Röder freute sich über den Zuspruch und die Spendenbereitschaft und lässt das gesammelte Geld dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) für die Fluthilfe zukommen. Christian Dressel kündigte dem Publikum an, dass die Stadt den Betrag noch aufstocken werde. Er hoffe darauf, dass die beliebten Orgelmatineen im Rathaussaal in Bälde wiederaufgenommen werden können. Denn seit der ersten Pandemiewelle im Jahr 2020 blieb die Sauer-Orgel wegen der Corona-Hygieneauflagen stumm.