In die Krayenburg bei Tiefenort soll wieder Leben einkehren. Dazu muss aber erst ein schlüssiges Konzept erarbeitet werden. „So wie es bisher gehandhabt wurde, wird es nicht mehr funktionieren“, ist sich Bürgermeister Klaus Bohl (Freie Wähler) sicher. Bis zur Schließung hatte ein privater Gastronom in Verbindung mit der Krayenburggemeinde die Bewirtschaftung übernommen. Weil zum einen kaum noch Gastronomen zu finden seien und zum anderen nicht an allen Tagen ein großer Umsatz zu erwarten sei, soll ein anderer Plan verfolgt werden – vielleicht ähnlich wie auf der Burg Normannstein bei Treffurt. Auch hier hatte der Gastronom noch vor der Corona-Pandemie aufgegeben. Die Stadt Treffurt hat aus dem historischen Gemäuer eine Hochzeitsburg gemacht. Für die Feiern wird ein Catering organisiert. Das Geschäft läuft gut, die Termine für das Jahr sind meist ausgebucht. Das erfolgreiche Modell ist auch für die Krayenburg vorstellbar. Weil dies Anpassungen am baulichen Bestand der denkmalgeschützten Burg nötig macht, sprach man im Vorfeld mit dem zuständigen Landesamt für Archäologie und Denkmalschutz und schaute sich mit der Referatsleiterin die Gegebenheiten vor Ort an. Nun geht es an die Entwicklung des Konzeptes. Eingebunden dabei ist auch der notwendige Straßenbau. 200 000 Euro sind für Planungsleistungen im Haushalt eingestellt. In Auftrag werden die Planungen aber erst gegeben, wenn Fördermittel zugesagt sind.
Konzept in Arbeit Aus der Krayenburg eine Hochzeitsburg machen
Susanne Möller 13.12.2022 - 15:06 Uhr