Sonneberg/Jena Linimed und Fazmed schließen sich zusammen

Linimed integriert Fazmed zum 1. Juni 2026 komplett – und schafft damit einen der größten Anbieter für außerklinische Intensivpflege in Mitteldeutschland.

Zum 1. Juni 2026 wird aus Fazmed Linimed. Laut dem Unternehmen ist der Zusammenschluss eine bewusste strategische Reaktion auf die schwierigen wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen. Foto: Adam Fox

Die in Sonneberg ansässige Fazmed und der Jenaer Pflegeanbieter Linimed vertiefen ihre langjährige Zusammenarbeit: Zum 1. Juni 2026 wird Fazmed vollständig in Linimed integriert. Dadurch entsteht einer der größten Anbieter außerklinischer Intensivpflege in Thüringen, Bayern, Sachsen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

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Seit der Gründung von Fazmed im Jahr 2008 bestehen enge Verbindungen zwischen beiden Unternehmen. Sie haben sich parallel entwickelt – Linimed mit einem Schwerpunkt in Mittel- und Nordthüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, Fazmed vor allem in Südthüringen und Nordbayern.

Für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter bleibt das Entscheidende unverändert: Der Anspruch an eine verlässliche, qualitativ hochwertige und menschliche Pflege bleibt der Kern der Arbeit.

Ziel des Zusammenschlusses ist es, Kompetenzen, Strukturen und Erfahrungen zu bündeln und die außerklinische Intensivpflege in den beteiligten Bundesländern zukunftsfähig aufzustellen.

Fazmed betreut aktuell mehr als 120 Kinder und Erwachsene – überwiegend in 14 spezialisierten Wohngemeinschaften sowie in der häuslichen 1:1‑Intensivpflege. Linimed bringt über 30 Jahre Erfahrung, etablierte Qualitätsstrukturen und ein stabiles organisatorisches Fundament in die neue gemeinsame Ausrichtung ein.

Steigende Kosten und Fachkräftemangel

Der Zusammenschluss ist eine bewusste strategische Reaktion auf die schwierigen wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen. Rund 5,7 Millionen pflegebedürftige Menschen, steigende Kosten, Fachkräftemangel und die seit 2021 geltende AKI‑Richtlinie stellen Anbieter vor enorme Herausforderungen.

Durch die engere Verzahnung beider Unternehmen sollen verlässliche Strukturen entstehen, die Versorgung langfristig sichern. Beide Anbieter teilen seit vielen Jahren ein identisches Pflegeverständnis: kleine, feste Teams, die Professionalität mit menschlicher Nähe verbinden.

„Unsere Prozessstärke und die klare Ausrichtung auf Qualität sind zentrale Erfolgsfaktoren“, sagen Christian Ruppe und David Bock, Geschäftsführer von Linimed. „Der Zusammenschluss schafft eine stabile Basis, um den Herausforderungen der Branche zu begegnen und unseren Qualitätsanspruch dauerhaft zu sichern.“

„Beide Seiten profitieren“

Susanne Michel, Geschäftsführerin von Fazmed, betont: „Beide Seiten profitieren. Digitalisierung, gezielte Investitionen und ein verlässliches Umfeld für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende stehen klar im Fokus.“

Der Zusammenschluss zeigt, wie gelungenes Veränderungsmanagement im Gesundheitswesen aussehen kann: Stabilität im Kern, klare pflegerische Standards und ein hohes Maß an Fachlichkeit und Menschlichkeit.

Dem angespannten Arbeitsmarkt begegnen beide Unternehmen unter anderem mit umfangreichen Fort- und Weiterbildungen über die eigene Linimed Akademie sowie mit einem praxisnahen Ausbildungsprogramm – ein deutliches Zeichen für eine zukunftssichere Pflege.