Konjunktur Ifo-Institut: Fachkräftemangel trifft Osten besonders stark

Ein Hammer liegt auf einem Brett aus Holz neben einem krumm eingeschlagenen Nagel. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild

Der Fachkräftemangel trifft die Unternehmen in Ostdeutschland nach Einschätzung des Ifo-Instituts stärker als im Rest Deutschlands. In Konjunkturumfragen im ersten Quartal dieses Jahres hätten 42,1 Prozent der ostdeutschen Unternehmen angegeben, dass ihre Geschäfte durch fehlendes Fachpersonal beeinträchtigt seien, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Dienstag in Dresden mit.

 
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Dresden - Der Fachkräftemangel trifft die Unternehmen in Ostdeutschland nach Einschätzung des Ifo-Instituts stärker als im Rest Deutschlands. In Konjunkturumfragen im ersten Quartal dieses Jahres hätten 42,1 Prozent der ostdeutschen Unternehmen angegeben, dass ihre Geschäfte durch fehlendes Fachpersonal beeinträchtigt seien, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Dienstag in Dresden mit. Für ganz Deutschland habe der Wert bei 36,3 Prozent gelegen. Der Abstand zwischen den ostdeutschen und den bundesweiten Ergebnissen habe sich in den vergangenen Jahren vergrößert.

Für den Unterschied seien vor allem zwei Effekte verantwortlich: Einerseits seien die Unternehmen im Osten zuversichtlicher im Hinblick auf ihre Geschäftslage und die Aussichten. Das führe zu einer erhöhten Nachfrage nach Arbeitskräften. Andererseits mache sich der demografische Wandel im Osten schon seit Jahren deutlich stärker bemerkbar als im Westen. Das bedeute, dass das Angebot an verfügbaren Arbeitskräften knapper werde.

Die Konjunkturumfragen wurden nach Angaben des Ifo-Instituts bei 9000 Unternehmen in Deutschland gemacht. 1700 davon waren aus den östlichen Bundesländern.

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