Worum geht es in dem Konflikt?
Islamabad wirft Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben. Kabul bestreitet das. Insbesondere die Gruppe Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) - weithin als pakistanische Taliban bekannt - und ein regionaler Ableger des Islamischen Staates (IS) verüben in Pakistan seit Jahren immer mehr Anschläge. Nach Angaben des Pakistan Institute for Peace Studies stieg die Zahl der Terroranschläge in Pakistan 2025 auf fast 700, ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rund 300 der Angriffe werden der TTP zugerechnet. Hunderte Menschen wurden dabei getötet.
Auf die Vorwürfe aus Islamabad sagte Mudschahid am Freitag, die TTP seien "Pakistans internes Sicherheitsproblem, das schon seit Jahren besteht und nichts mit Afghanistan zu tun hat."
Der UN-Sicherheitsrat schreibt in einem jüngst veröffentlichten Bericht, dass die Regierung in Kabul verschiedenen Terrorgruppen im Land ein günstiges Umfeld biete und die pakistanischen Taliban unterstütze. Kabul hatte die Vorwürfe in dem Bericht als haltlos zurückgewiesen.
In Pakistan wurden noch am Freitag weitere Sicherheitsmaßnahmen getroffen. In Islamabad verboten Behörden jegliche Drohnenflüge. In mehreren Städten im Land wurde die Alarmbereitschaft erhöht. In Peshawar im Norden nahe der afghanischen Grenze richteten sich Krankenhäuser auf Opfer von möglichen Anschlägen ein.