Die US-Regierung gibt offiziell an, mit ihrem aggressiven Vorgehen Drogenkartelle bekämpfen zu wollen. Laut Experten gilt Venezuela aber nicht als Produktionsland von Drogen, sondern als Transitland - vor allem für den europäischen Markt.
Für zusätzliche Spannungen sorgte ein Interview des Magazins "Vanity Fair" mit Trumps Stabschefin Susie Wiles, in dem sie Aussagen über einen möglichen Machtwechsel in Venezuela machte. "Er (Trump) will so lange Boote in die Luft jagen, bis Maduro aufgibt. Und Leute, die sich damit viel besser auskennen als ich, sagen, dass er das auch schaffen wird", wurde Wiles zitiert. Später erklärte sie, ihre Äußerungen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Auch Maduro wirft den USA seit Längerem vor, seine Regierung stürzen zu wollen.
In den vergangenen Monaten hatten die US-Streitkräfte zudem vor der Küste Venezuelas eine schlagkräftige Streitmacht aus Kriegsschiffen, Kampfflugzeugen und Soldaten zusammengezogen. In der Debatte steht auch, ob und wann das US-Militär Truppeneinsätze auf venezolanischem Boden beginnt. Trump hatte bislang immer wieder nur vage solche Einsätze in Aussicht gestellt.