Konditionen ab Januar Der Kubikmeter Trinkwasser wird elf Cent teurer

Thomas Heigl

Der Schmalkalder Zweckverband hat auf seiner Septembersitzung neue Gebühren beschlossen. Die gelten zunächst für vier Jahre.

Investitionen kosten Geld. Aber dafür gibt es gutes Trinkwasser. Foto: dpa

Für zehntausende Kunden der Schmalkalder Gewas treten zum 1. Januar 2027 neue Preise in Kraft. Der Kubikmeter Trinkwasser, die Mengengebühr also, verteuert sich von 3,64 auf 3,75 Euro. Die Grundgebühr erhöht sich von 185 auf 191 Euro. Die Verbandsversammlung mit den Bürgermeistern und anderen ihre Mitgliedsorte vertretenden Kommunalpolitikern folgte damit weitgehend den Vorschlägen der Werkleitung.

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„Wir haben hohe Abschreibungen und einen hohen Kapitaldienst“, erläuterte Werkleiter Ralf Liebaug. „Und wir müssen weiter enorm investieren.“ Tatsächlich drücken den Trinkwasserversorgungszweckverband inzwischen rund 45 Millionen Euro Schulden. Jährlich sind Zinszahlungen in Höhe von rund einer Million Euro fällig, bei leicht steigender Tendenz.

Allerdings haben inzwischen die Zinsen auch wieder angezogen. Neue Darlehn würden also teurer.

In den kommenden Jahren muss der Zweckverband jedoch viel Geld in die Hand nehmen, um das teils noch uralte Wassersystem zu modernisieren. Erschwerend kommt hinzu, dass es praktisch gar keine Fördermittel mehr gibt.

Die Trinkwasserpreise gelten für vier Jahre. Das trifft auch für die Abwasserpreise zu, die 2028 für 2029, dann erstmals mit der Niederschlagsgebühr, neu kalkuliert werden. Früher wurden Wassergebühren und Abwassergebühren im Gleichklang festgelegt. Davon sind die Verbände jedoch abgekommen.