Endlich mal eine Statistik, die erfreulich für die Region ausfällt. Allen voran für Suhl. Die einstige Bezirksstadt ist sonst ja arg gebeutelt. Wegen der rapide gesunkenen Einwohnerzahl. Oder wegen des steigenden Durchschnittsalters der Bevölkerung. Da ist die Nachricht, dass Suhl bei der Kaufkraft in Thüringen an der Spitze liegt, Balsam auf die Seele. Und auch die anderen Landkreise schneiden erfreulich gut ab. Das hat Gründe. Da ist zum einen die Tatsache, dass die Forscher die Kaufkraft um die Preise bereinigt haben. Es werden also nicht Münchener Äpfel mit Hildburghäuser Birnen verglichen. Hohe Lebenshaltungskosten in den Ballungsräumen fressen eben einen guten Teil der mit höheren Einkommen erarbeiteten Kaufkraft wieder auf. Das ist ein Pfund, mit dem Südthüringen viel stärker wuchern muss. Die Region muss Menschen damit anlocken, dass es hier nicht nur Arbeit gibt, sondern man davon auch noch sehr gut leben kann. Weil nicht ein Großteil des Geldes fürs Wohnen draufgeht. So ließe sich der andere Grund für die hohe Kaufkraft vielleicht beheben, denn der ist weniger erfreulich: Es gibt einfach viel weniger Kinder als in den Ballungsräumen. Das Gesamteinkommen muss also durch weniger Köpfe geteilt werden.