Knapp 70 Tage ist er im Amt – und von einer 100-Tage-Schonfrist ist nichts zu spüren, im Gegenteil: Dem neuen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bläst der Wind gerade kräftig ins Gesicht: Coronapandemie, Ukraine-Russland-Krise – und nun wittert auch die Opposition in den Umfragen Morgenluft. „Deutschland fragt sich: Wo ist Olaf Scholz?“ twitterte CSU-Generalsekretär Markus Blume Anfang des Monats frech – und hatte damit einen Nerv getroffen. Dutzende Medien griffen das Thema des unsichtbaren Kanzlers auf. Der hat gelernt: Unsichtbar geht gar nicht. Jetzt hat Scholz seit Sonntag als erster deutscher Kanzler einen eigenen Twitter-Account: @bundeskanzler. Am Montag (Stand 15.30) folgten ihm dort schon knapp 92 000 Menschen.