Kommentar Grausamkeit

Ein Mann, der den Kampf will. Foto: dpa/Martin Schutt

Ein Mann, der sein Volk mit harter Hand wieder zu alter Größe führen will: Er hat am Donnerstag seinen bisher größten Erfolg errungen. Und zwar in Thüringen. Und dieser Mann heißt nicht Wladimir Putin, kommentiert Redaktionsleiter Markus Ermert.

Das Volk, es braucht fordernde Führer, die nur den Interessen des eigenen Stamms verpflichtet sind. Zuchtmeister, die mit fester Hand den Saustall ausmisten und die Volksgeister endlich wieder wecken. Die mit wohltemperierter Grausamkeit die harten Schnitte ausführen, die nötig sind, wenn ein Land, ein Patient die drängende Operation verweigert. Einen, der auch unschöne Szenen hinnimmt, wenn es um die Rückeroberung des Lebensraums geht, den Volksfremde so verwahrlost haben. Der, leider, auch ein paar Volksteile verlieren wird, die zu schwach oder nicht willens sind, um bei diesem Krieg mitzumachen. Der allen anderen Völkern, allen Fremden klar macht: Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir keine halben Sachen.

Der Mann, der so redet und der so denkt, er hat am Donnerstag seinen bisher größten Erfolg errungen. Einen, der ihn stolz macht und bestärkt in seiner Mission. Allen Anfeindungen seiner Gegner zu Trotz.

Dieser Mann heißt nicht Wladimir Putin.

Dieser Mann führt eine Partei an, die die Thüringer auf Platz 1 wählen würden, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre.

Dieser Mann heißt Björn Höcke.

Dieser Mann sagt und schreibt genau das, was im ersten Absatz dieses Textes steht. „Höcke will den Bürgerkrieg“, schrieb der Politikwissenschaftler Hajo Funke dazu. Er hat Recht. markus.ermert@insüdthüringen.de

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