Bad Salzungen - Die vierte Corona-Welle ist am Bad Salzunger Klinikum angekommen. Das mache sich – wie schon während der dritten Welle – vor allem auf der Intensivstation bemerkbar, erklärt Klinik-Geschäftsführer Harald Muhs, und weiter: „Wir haben eine relativ hohe Belegung in Relation zu den Kapazitäten, die wir vorhalten.“ Zehn Intensivbetten mit Beatmungsgeräten stehen dem Haus zur Verfügung. Müssen Corona-Patienten behandelt werden, sinkt die Zahl der Intensivbetten, weil man die Abteilung und damit auch die Mitarbeiter räumlich trennen muss. „Dann müssen wir auf insgesamt acht Betten zurückgehen“, so Muhs. Aktuell hat man drei Corona-Patienten mit schweren Verläufen, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen. Deshalb musste man temporär die Bettenkapazität auf sechs reduzieren, weil das Personal nicht reicht. „Im Spät- und Nachtdienst haben wir nur drei Leute im Dienst, zwei davon auf der Covid-Seite.“ Man versuche, die personelle Situation zu verbessern, um mehr Betten belegen zu können. „Sonst wird es eng für den restlichen Versorgungsbereich.“ Gestern konnten zumindest alle Not-Operationen stattfinden und der eingeschränkte OP-Plan absolviert werden. Wenn man aber keine Intensivkapazitäten für einen Eventual-Fall mehr habe, sei das sehr problematisch. Deshalb müsse man auf der Intensivstation immer Betten freihalten.
Klinikum Bad Salzungen Corona-Patienten mussten verlegt werden
Susanne Möller 15.11.2021 - 00:00 Uhr