„Kreis wird in den Abgrund gefahren“
„Der Landrat sollte sich nicht Fragen widmen, die noch nicht gestellt worden sind. Er sollte seinen Pflichten nachkommen und klären, wie, wann und durch wen Regiomed und letztendlich der Landkreis in die heutige Situation geraten ist. Er sollte sich der Sache faktenorientiert annehmen, bevor es andere für ihn tun“, fordert die SPD. Themenplakate der AfD wie „Fachkräfte machen wir selbst“ mögen verlockend klingen, Fakt sei jedoch, dass der Landrat ungehindert zugelassen habe, dass der Kreißsaal geschlossen wurde und seitdem keine Geburten mehr in Sonneberg stattfinden. Auf dem „Familienfest“ der AfD fordere er stärkere Grenzkontrollen und kritisiere unverblümt das Sicherheitskonzept des Innenministers. Fakt sei jedoch, dass er sich vor Ort nicht dafür eingesetzt habe, den Rettungsdienst in kommunaler Hand weiterzuführen. Fakt sei ebenso, dass Sesselmann mit der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung vor Ort werbe, gleichzeitig aber medizinische Leistungen in andere Landkreise verlagere, im Jahr 2023 die „Zerschlagung“ von Regiomed mit Ermächtigung des Kreistags vorangetrieben habe, dem die Insolvenz gefolgt sei. „Der Titel ,Sesselmann gibt Versprechen ins Blaue hinein’ spiegelt die Situation treffend wider und verdeutlicht die Unklarheiten und Fehlinformationen, die durch die öffentlichen Äußerungen des Landrats entstanden sind und mit welchen realitätsfremden Behauptungen das zentrale Thema unseres Landkreises möglicherweise endgültig im blauen Dunst verschwindet und der Landkreis in den Abgrund gefahren wird“, heißt es abschließend.