Die beiden Gleichberge bei Römhild sind vom Unterhang des Bleßberges bei Mausendorf aus deutlich zu sehen. Der Blick ins Hildburghäuser Land liegt auch aus anderen Gründen nahe, denn seit einiger Zeit bekommen die Einwohner aus den Schalkauer Stadtteilen Mausendorf und Neundorf von dort ihr Trinkwasser. Die Suche nach verlässlichen Konzepten für die Trinkwasserversorgung in Zeiten, in denen die Ressource Trinkwasser immer knapper wird, erfordert teils erhebliche Investitionen und den Blick über Landkreis- und Verbandsgrenzen hinaus. Das Thema versiegender Quellgebiete, treibt die Manager in den Wasserwerken schon länger um. „Vor zehn Jahren hätte ich mir das nicht vorstellen können“, sagt Bernd Hubner. Der Werkleiter des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Sonneberg (WAZ) räumt ein, dass ihn auch die Dynamik überrasche, mit der sein Verband – wie andere auch – auf Herausforderungen des Klimawandels reagieren muss. Mit Mausendorf und Neundorf wurde im Verbandsgebiet eines der letzten Quellgebiete vom Netz genommen. Die 58 Einwohner in beiden Dörfern erhalten nunmehr Eisfelder Brunnenwasser vom Nachbarverband Hildburghausen. Den neuen Hochbehälter oberhalb von Mausendorf stellten Hubner und die Mitwirkenden an dem Vorhaben am Donnerstag vor.