Fühlen Sie sich am Ende des Arbeitstages völlig ausgepowert und am Boden? Wenn Sie am Arbeitsplatz über einen Mail-Eingang verfügen, gibt es für die totale Müdigkeit vielleicht eine einfache Erklärung: Es ist die elektronische Post, bzw. der Umgang damit. Denn die E-Mail hat einen überwältigenden Einfluss auf die tägliche Arbeit, hat zumindest die Unternehmensberatung SofTrust Consulting in einer Studie herausgefunden. So liegt das Problem darin, dass Beschäftigte bei jedem einzelnen Posteingang ihre Arbeit unterbrechen, um die eingegangene Mail zu sichten. Die Folge: permanente Ablenkung. Bis zu einer Viertelstunde dauert es bei jeder Mail, bis die Konzentration wieder aufgebaut ist. Schlimmstenfalls wird einfach die Mail bearbeitet, statt das Tagwerk fortzuführen. Das stresst natürlich ungeheuer und geht zu Lasten der Leistungsfähigkeit. Um das Tagespensum zu erledigen, müssen die E-Mail-Gucker also wesentlich mehr schuften. Kein Wunder, dass sie abends völlig geschafft sind. Wer es nun besonders gut meint und keine E-Mails mehr verschickt, tut dennoch kein gutes Werk: Bleibt der Posteingang leer, stürzen die Mitarbeiter in die Sinnkrise, hat die Studie ebenfalls ergeben. Irgendwie erscheint der klassische Briefträger plötzlich in ganz anderem Licht.