An der Wuhlheide 263 in 12555 Berlin. Diese Postadresse dürften nun 16 Erstbundesligisten vorsichtshalber schon mal in die Navis ihrer Mannschaftsbusse eingeben. Für den Fahrer des Hertha-Gefährts ist es ja nur ein Katzensprung vom Olympiastadion im Berliner Westend in den Stadtteil Köpenick, wo sich die Alte Försterei befindet. Denn seit Montagabend und dem torlosen Fight in der Relegation gegen den westdeutschen Traditionsklub VfB Stuttgart ist es in Holz geschnitzt: Der 1. FC Union Berlin, Traditionsklub aus dem Osten der Hauptstadt, ist in die erste Fußball-Bundesliga aufgestiegen. Und das ist sexy, geil und vor allem - das ist auch gut so. Stadion an der Alten Försterei, da gehen Kennern der Szene die Herzen auf. Eisern Union ist schon immer ein etwas anderer Fußballverein, vielleicht am ehesten vergleichbar mit den St. Paulianern in Hamburg. Die Philosophie des Vereins ist anders, das Stadion ist anders und die Fans sind anders. Anders im positiven Sinn. Eisern Union ist Kult. Ich war einmal Augenzeuge eines Spiels in der Alten Försterei gegen den BFC Dynamo. 1:1 - ein Gänsehautmoment. Die Eisernen werden in der neuen Saison für weitere sorgen.