Kita-Planung Suhl CDU-Frau kritisiert Versäumnisse und Medien

Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Janine Recknagel (CDU-Fraktion), bezieht Stellung zur öffentlichen Debatte zum Entwurf der Kita-Bedarfsplanung und kritisiert auch die Presseberichterstattung. Die Redaktion reagiert.

Der Kindergarten Auenknirpse in Suhl. Die Eltern sorgen sich, wie es hier weitergeht. Foto:  

„Es ist nachvollziehbar, dass bei Trägern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Eltern Verunsicherung herrscht – insbesondere durch die nicht autorisierte Weitergabe eines vorläufigen Entwurfs zur Kita-Planung. Ich möchte jedoch betonen: Es gibt bislang keinen Beschluss des Stadtrates zu diesem Thema. Wir befinden uns aktuell in der Ausarbeitung und politischen Diskussion, wie auch Oberbürgermeister André Knapp bestätigt hat“, betont Julia Recknagel in ihrer Stellungnahme.

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Janine Recknagel. Foto: privat

Die Stadt Suhl sehe sich mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert: sinkende Geburtenzahlen und eine schrumpfende Bevölkerung wirkten sich unmittelbar auf die langfristige Planung der Kindertagesstätten (Kita) aus. Gleichzeitig bestehe eine gesetzliche Verpflichtung zur Bedarfsdeckung nach dem Thüringer Kindergartengesetz (ThürKigaG), die in der Vergangenheit weitgehend unbeachtet geblieben sei.

Nahezu fünf Jahre Zeit

„Man hatte nahezu fünf Jahre Zeit, sich mit strukturellen und räumlichen Fragen der Kita-Landschaft auseinanderzusetzen. Es haben sich auch schon einige Träger auf den Weg gemacht, auch in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Allerdings ohne notwendigen Druck – und diese Versäumnisse holen uns heute ein“, stellt Recknagel fest.

Aktuell stehe keine konkrete Schließung der Kita „Auenknirpse“ im Stadtrat zur Debatte. Allerdings se es angesichts der infrastrukturellen, finanziellen und strategischen Lage unumgänglich, alle Einrichtungen sachlich zu bewerten und gemeinsam tragfähige Zukunftslösungen zu entwickeln.

Eine zukunftsorientierte Kita-Planung könne nur gelingen, wenn alle Träger konstruktiv mitwirkten und gesetzliche Vorgaben – insbesondere im Bereich Inklusion – endlich konsequent umgesetzt würden.

Aussagen sind nicht korrekt

Darüber hinaus stellt Janine Recknagel klar: „Die Aussage im Artikel zur Sanierung des Förderzentrums ist nicht korrekt. Die Maßnahme wurde mit Landesmitteln finanziert, nicht ausschließlich aus dem Haushalt der Stadt Suhl.“ Die CDU-Fraktion Suhl stehe für eine transparente, gesetzeskonforme und zukunftsfähige Kita-Planung – „im Dialog mit allen Beteiligten und auf der Grundlage verlässlicher Fakten statt vorschneller Mutmaßungen.“

Anmerkung der Redaktion: Im Beitrag „Auenknirpse auf der Abschussliste“ in unserer Ausgabe vom 9. Mai wurde keine Aussage zur Finanzierung der Sanierung des Förderzentrums getroffen, lediglich eine Äußerung von Elternvertretern dazu wiedergegeben. Auch wurde explizit erwähnt, dass es bislang keinen Beschluss des Stadtrates zu der Thematik gibt und es sich bei der Kita-Bedarfsplanung bislang nur um einen Entwurf der Verwaltung handelt.