Die Orgel in der Streufdorfer Marienkirche ist „eine der schönsten im Kirchenkreis Hildburghausen-Eisfeld“, sagt Torsten Sterzik. Der Kirchenmusikdirektor hat selbst auf dem fast 300 Jahre alten Instrument gespielt, das Johann Christian Dotzauer 1737 erbaute. Das ist bereits mehr als ein Jahrzehnt her her, denn die Barockorgel ist 2013 wegen eines defekten Blasebalgs verstummt. Ohnehin bedarf das Kirchenmusikinstrument einer umfassenden Restaurierung, die allerdings eine stattliche Summe kostet. Die Streufdorfer behelfen sich deshalb seit geraumer Zeit mit einem elektronischen Klavier. Doch immer wieder wurde im Gemeindekirchenrat die Frage gestellt: „Was ist eine Kirche ohne gängige Orgel?“, berichtet der Kirchenälteste Detlef Schmidt. Schön anzusehen sei die Orgel nach wie vor, der prächtige Klang aber fehle eben.