Kirche Auto stehen lassen: Aktion beginnt in Thüringen

Eine Figur von Jesus am Kreuz ist mit Schnee bedeckt. Foto: Nicolas Armer/dpa

Am Aschermittwoch beginnt traditionell die Fastenzeit. Es geht um Verzicht und Alternativen - nicht nur beim Essen, auch bei der Mobilität.

 
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Erfurt (dpa/th) - Die Aktion "Autofasten" startet am Aschermittwoch in Thüringen. Sie soll Menschen dazu anregen, über ihr Mobilitätsverhalten nachzudenken und in der Fastenzeit bis Karsamstag (30. März) das Auto immer mal wieder stehen zu lassen und Alternativen zu nutzen. Angebote wie "Fastentickets" beispielsweise für das Busfahren im Kreis Schmalkalden-Meiningen sowie zusätzliche Informationen zum öffentlichen Nahverkehr oder zu Carsharing sollen den Thüringern den Umstieg erleichtern.

Die Aktion "Autofasten", die eine mehrjährige Tradition hat, wird unter anderem von der Vereinigung "Bus & Bahn Thüringen", dem Verkehrsverbund Mittelthüringen, der evangelischen und katholischen Kirche, Vereinen sowie Kommunen unterstützt. Es gebe mehr als 70 Partner aus den Bereichen Mobilität, Umwelt, Tourismus, Wirtschaft und Politik. Das Deutschlandticket hatte bereits für eine höhere Nachfrage nach Nahverkehrsangeboten gesorgt.

Die Aktion Autofasten will seit 2011 zudem ein Zeichen für den Klimaschutz setzen. Seit dem vergangenen Jahr wird das durch das Pflanzen von Bäumen, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommen als die in Thüringen typischen Fichten, unterstrichen. "Bus & Bahn Thüringen" sowie die beiden Kirchen wollen nach eigenen Angaben einen artenreichen "Autofasten-Wald" im Schwarzatal in Ostthüringen wachsen lassen. Der 4,7 Hektar große Wald werde vom Forstamt Gehren bewirtschaftet. Er wachse an einer Stelle, an der ein Fichtenbestand durch Trockenheit und Borkenkäferbefall nahezu komplett abgestorben sei.

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