Kindertheater im CCS Vor der Bescherung ging’s nach Bremen

Die lange Zeit des Wartens auf die Bescherung wurde den Kindern an Heiligabend mit Theater im CCS verkürzt. Unter strengen Infektionsschutzegeln konnten rund 330 Besucher im Großen Saal die Abenteuer der Bremer Stadtmusikanten erleben.

Die Reihen im CCS waren angesichts der harten Corona-Schutzmaßnahmen zwar deutlich gelichtet – doch immerhin konnte das Weihnachtsmärchen vor rund 330 Besuchern gespielt werden. Foto: frankphoto.de

Suhl - Das Musiktheater Pampelmuse gastierte schon einige Jahre am Vormittag des Heiligabend im CCS und stimmte seine kleinen, aber auch die zur Begleitung mitkommenden großen Besucher, mit einem liebevoll in Szene gesetzten und gespielten Märchen auf die Bescherung ein. Nachdem die Veranstaltung im vergangenen komplett ausfiel, hielt das CCS um Geschäftsführerin Diana Schneider in diesem Jahr daran fest, um vor allem den Kindern in der veranstaltungsarmen Zeit wenigstens eine kleine Freude zu machen – auch wenn das ein umfangreiches und langwieriges Prozedere mit Testung aller Besucher erforderte.

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Kinderlachen im Saal

Letztlich konnten so rund 330 Eltern, Großeltern und Kinder das von den freien Musikern und Schauspielern des Musiktheaters „Pampelmuse“ aus Potsdam mit viel Herzblut und Leidenschaft gespielten Märchen der „Bremer Stadtmusikanten“ erleben. In der frei nach den Gebrüdern Grimm inszenierten Geschichte von Räubermädchen Lotta und ihrem Vater, dem Räuberhauptmann und dessen Kumpan, kam natürlich auch der Spaß nicht zu kurz, so dass immer wieder fröhliches Kinderlachen den Saal erfüllte. Vor allem die Tiere, die Lotta auf ihrem gefahrvollen Weg zur Mutter durch den Wald begleiteten und am Ende des Stücks als Stadtmusikanten in Bremen einzogen, sorgten für viel Erheiterung, denn ob Esel, Hund, Katze oder Hahn – jeder musizierte auf seine ganz eigene, komische Art. Manchmal sorgte die Szene auf der Bühne aber auch für einen vielstimmigen Überraschungslaut, etwa wenn der Räuber sich wieder eine Missetat ausgedacht hatten, um Lotta und die Tiere zu erschrecken bis es endlich „Auf nach Bremen“ hieß und ein Aufatmen durch die luftigen Zuschauerreihen ging. Vor allem Jan-Urs Hartmann verstand es als schrulliger Räuberhauptmann, als Hahn und als Esel die Kinder in den Bann des Geschehens zu ziehen und anzusprechen.

„Ein wirklich schönes Theatererlebnis, das uns viel Spaß gemacht hat“, freute sich Marion Kupfer aus Suhl, die mit ihren Enkelkindern Klara und Paula ins CCS gekommen war. „Das hat uns so richtig auf die kommende Zeit eingestimmt“, sagte sie.

„Ein tolles Theater, mit immer neuen Ideen, jedes Weihnachten wieder“, ließ Regina Zips aus Suhl wissen. Sie war mit Tochter und Enkel, die zum Weihnachtsfest aus Berlin nach Suhl gekommen sind, das vierte Mal bei einer Aufführung von „Pampelmuse“ dabei. „Ohne das ist es bei uns schon fast kein richtiges Weihnachten mehr“, lachte sie. „Hier ist wenigstens noch was los...“ ergänzte ihre Tochter mit Blick auf die coronabedingt vielen abgesagten Veranstaltungen in der Hauptstadt.

„Es wäre wirklich sehr schade gewesen, wenn das ausgefallen wäre“, sah es Alexandra Schneider aus Suhl, die mit Tochter und Enkelsohn ins CCS gekommen ist. „Für uns, aber auch für die Schauspieler, die sich so lange darauf vorbereitet haben.“ Sie sind wie viele andere Stammbesucher des Kindertheaters an Heiligabend und hoffen darauf, dass im kommenden Jahr der Saal wieder voller fröhlicher Kinder sein kann, die sich unbeschwert auf die Bescherung einstimmen.