Kinderrechte Kinder für Filmprojekt mit TU-Absolvent gesucht

Eleonora Hamburg
Die Kinder produzieren einen Kurzfilm zu einem selbst gewählten Thema, das sie beschäftigt. Foto: kijufi

Bis zum 1. Juni können sich Kinder und Jugendliche für das Filmprojekt „Klappe auf“ bewerben. Das Projekt gibt ihnen eine Plattform, ihre Perspektiven mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Für das Projekt „Klappe auf! für Demokratie und Kinderrechte“ sucht der Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin, ein gemeinnütziger Verein für medienpädagogische Projekte, aktuell Kinder und Jugendliche aus ganz Thüringen, die ein selbst gewähltes Thema in einem Kurzfilm umsetzen möchten. Das bundesweite Projekt soll die jungen Teilnehmer darin bestärken, für ihre Rechte einzutreten und mit einem gesellschaftlichen Anliegen an die Öffentlichkeit zu treten.

Der Filmemacher und TU Ilmenau-Absolvent Oliver Bärthel betreut das Projekt und wird die Teilnehmenden bei der Produktion unterstützen. „Kinder und Jugendliche haben viel zu sagen, werden in der Politik aber noch zu wenig gehört. Dabei haben sie ja sogar ein Recht auf altersangemessene Beteiligung. Um sich für eine Sache wirksam einzusetzen ist ein Kurzfilm bestens geeignet, weil er eine Botschaft ansprechend und bildstark für ein großes Publikum auf den Punkt bringen kann“, erklärt Oliver Bärthel.

„Klappe auf“ stellt das Recht auf Beteiligung von Kindern in der Gesellschaft in den Mittelpunkt. Kinder und Jugendliche bekommen die Gelegenheit, ihre Perspektiven zu verschiedenen Themen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Von politischen Themen wie der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention bis hin zu lokalen Anliegen und Problemen, die die Teilnehmenden beschäftigen – Kinder und Jugendliche können sich mit einer Vielzahl an Themen für eine Projektteilnahme bewerben. Dazu müssen sie ihr Anliegen und ihre Motivation in einem Online-Anmeldeformular auf der Webseite https://klappeauf.orgdarlegen. Mitmachen können Kinder- und Jugendgruppen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren, darunter zum Beispiel Vereine, Gruppen aus Freundes- und Bekanntenkreisen oder Schulkassen.

Eine Gruppe sollte aus sechs bis zwölf Teilnehmern bestehen. Voraussetzung für die Teilnahme ist zudem das Einverständnis der Eltern sowie eine geschäftsfähige Ansprechperson in jeder Gruppe.

Die Kinder und Jugendlichen, die den Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin von ihrem Anliegen überzeugen können, nehmen an Workshops und Projekttagen teil, die die Umsetzung ihres Projektes anstoßen. Professionelle Medien- und Filmcoaches wie Oliver Bärthel von der TU unterstützen sie bei der Produktion eines Kurzfilms. Im Anschluss setzen die Kinder und Jugendlichen eine Kampagne um, um die Öffentlichkeit auf ihr Projekt aufmerksam zu machen. Dafür steht ihnen ein Budget von 500 Euro zur Verfügung. Darüber hinaus veröffentlicht der Landesverband die Kurzfilme auf seinem Youtube-Kanal mit mehr als 150 000 Abonnenten und rund einer Million Aufrufen pro Monat.

„Klappe auf! für Demokratie und Kinderrechte“ ist ein Projekt des kijufi - Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin in Kooperation mit TeamGlobal, gefördert vom BMFSFJ, der Bundeszentrale für Politische Bildung und den Länderfonds des Deutschen Kinderhilfswerk.

 

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