Kinderhospizdienst Meiningen Hilfe für die Helfer

Wolfgang Swietek

Gut gefüllt war die Spendenbox in der Firma NB Fahrzeugtechnik Untermaßfeld am Ende der Aktion zugunsten des Ambulanten Kinderhospizdienstes. Gespendet hatten vor allem Kunden der Firma.

Bei der Spendenübergabe (von links): Nico Bornkessel, der Firmenchef von NB Fahrzeugtechnik Untermaßfeld, René Bornkessel, die Vertreterin vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Meiningen, Marcella Cagnetta Stephan, Alexander Landgraf und Martin Reszka. Foto: Wolfgang Swietek

Untermaßfeld - „Jeder sollte einen Menschen in seinem Leben haben, der ihm dabei hilft, sich auf morgen zu freuen.“ So steht es in einem Flyer des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Meiningen und Umgebung. Doch sich auf morgen freuen können sich nicht alle in dieser Gesellschaft. Vor allem dann, wenn sie das Schicksal besonders hart getroffen hat und sie allein kaum noch einen Ausweg finden. Da ist jede Hilfe gefragt. Motivation genug für die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter und Helfer vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in Meiningen.

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Doch um als sogenannter Familienbegleiter tätig zu werden, braucht es zuerst eine fundierte Ausbildung, weiß die Mitarbeiterin der Meininger Einrichtung, Marcella Cagnetta Stephan. Die Kosten, sowohl für diese Ausbildung als auch die späteren Einsatzkosten, die bei der Unterstützung der betroffenen Familien anfallen, müssen fast ausschließlich durch Spenden aufgebracht werden. Die Helfer brauchen also Hilfe, um anderen helfen zu können.

Nicht zum ersten Mal wurde deshalb in der Untermaßfelder Firma NB Fahrzeugtechnik am Ende des vergangenen Jahres eine Spendenbox aufgestellt. Bereits im Jahr zuvor hatten sich die Kunden nicht lange bitten lassen und eine Spende entrichtet. So konnten im Januar 2021 rund 600 Euro für diese wichtige Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Je zur Hälfte wurde der Betrag an das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz und an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Meiningen und Umgebung übergeben.

„Noch ehe wir im Dezember 2021 wieder eine Spendenbox aufgestellt hatten“, erzählt Firmenchef Nico Bornkessel, „haben uns vor allem unsere langjährigen Kunden angesprochen, ob es in diesem Jahr wieder so eine Spendenaktion gibt. Sie würden sich gerne wieder beteiligen, da sie diese wichtige Arbeit, die dort geleistet werde, erneut unterstützen wollen.“ Sechs Wochen lang stand die Spendenbox in der Firma, sie füllte sich zusehends. „Auch als wir die Aktion eigentlich bereits beendet hatten, wurden wir angesprochen mit der Bitte: „Kann ich noch etwas spenden? Ich habe es nicht eher geschafft.“

Zwar ist die Aktion von der Firma ausgegangen, doch der überwiegende Teil sei von den Kunden aufgebracht worden, versichert Nico Bornkessel. Wofür er ihnen sehr dankbar ist. Dankbar und richtig überrascht war auch Marcella Cagnetta Stephan, als sie nach Untermaßfeld eingeladen worden war, um die Spendenbox in Empfang zu nehmen. Die stolze Summe von 1210 Euro lag darin.

„Unsere Kunden kommen überwiegend hier aus der Region“, sagt Nico Bornkessel, „und da soll mit dem Geld, das sie gespendet haben, auch hier in der Region etwas bewegt werden. So soll den Menschen hier in der Region geholfen werden, die auf unsere Hilfe angewiesen sind“, macht er deutlich. ws