Kindergarten im Wald Der Polizist des Waldes trägt ein Federkleid

Die Kinder der Köppelsdorfer Kinderwelt Foto: privat/privat

Einen lehrreichen Ausflug in den Neuenbauer Forst haben die Steppkes aus der Köppelsdorfer Kinderwelt (Landkreis Sonneberg) unternommen. Dabei lernten sie auch etwas über einen ganz besonderen Vogel.

Neuenbau - Weil Kinder sich später nicht an ihren besten Tag vor dem Fernseher erinnern sollen, haben sich die rote und grüne Gruppe des integrativen Diakonie-Kindertagesstätte und Thüringer Eltern-Kind-Zentrums (ThEKiZ) „Köppelsdorfer Kinderwelt“ jüngst auf den Weg zur Wildtierfütterung gemacht.

Mit Hilfe von drei Bussen des Behindertenverbandes Sonneberg fanden sich alle inmitten des Neuenbauer Waldes ein. „Dort warteten schon drei Förster des Thüringen Forsts, Herr Aulinger, Herr Schubert und Herr Kirsch. Nach einer freundlichen Begrüßung ging es dann auch schon los“, berichtet Erzieherin Jasmin Wendel.

Bevor alle genug Kraft hatten, die vielen Kastanien zur Fütterung zu verteilen, wurde sich erst einmal im Wald aufgewärmt. Zuerst konnten die Kinder ihr Können beim Weidenringwerfen unter Beweis stellen. Danach haben sie doch tatsächlich ein Geweih des Königs des Waldes gefunden. Das war eine Überraschung, denn jeder weiß, dass man auf ewig Glück hat, wenn man ein Hirschgeweih findet. Anschließend zeigte Förster Schubert den Kindern, warum es keine gute Idee ist, bei Sturm in den Wald zu gehen. Die Kinder bestaunten die abgebrochene Baumkrone und verstanden schnell, dass es gefährlich ist, diesen auf den Kopf zu bekommen.

Auf einmal stand doch da einfach an einem Baum ein Plakat mit vielen Vögeln drauf. Aber wie heißen denn die alle und vor allem: Wie klingen sie? Das galt es herauszufinden. Gemeinsam mit dem Förster lernten die Kinder die Gesänge der heimischen Vögel kennen und, dass der Eichelhäher der Polizist der Wälder ist. „Hoffen wir doch, dass er es schafft, viele Eicheln zu verteilen, sodass unsere Wälder bald nicht mehr so kahl aussehen“, meint Jasmin Wendel.

Als die Kinder ihren Spaziergang durch den Wald fortsetzten, wartete Förster Aulinger an einem kleinen Hochstand. Wer mutig genug war, konnte diesen hinaufklettern und erspähte doch tatsächlich ein paar echte Tiere. Danach durfte jedes Kind die Unterschiede von Baummarder, Eichhörnchen und Frischling erfühlen. Dabei wurden sie aufmerksam von einem Eichelhäher beobachtet.

Nun war endlich Zeit für die Wildtierfütterung. An der großen Futterkrippe angekommen, verteilten die Kinder gemeinsam mit den Förstern das Stroh und verstreuten darauf die zuvor gesammelten Kastanien. „Das wird den Rehen sicher schmecken“, dachten sich alle. Nachdem die Tiere des Waldes versorgt waren, schnupperten wir den Duft einer leckeren Bratwurst. Um diese auch angemessen zu verzehren, zeigte Förster Schubert sein Können auf dem Jagdhorn.

Die Gruppe hörte einige Töne, die zum Beispiel den anderen Förstern im Wald sagen sollen, dass ein Reh, Hase oder Fuchs gejagt wurde. Nach dem Motto „das Beste kommt zum Schluss“ riefen die letzten Klänge zum Essen auf. Schnell schnappten sich alle eine Bratwurst. Während des Essens sprachen alle über die gesammelten Eindrücke und spielten mit Jagdhund Anni. Anschließend holten die Busse des Behindertenverbandes alle wieder von diesem tollen Tag ab.

Die Erzieher der roten und grünen Gruppe bedankten sich bei den Fahrern des Behindertenverbandes und den Förstern des Thüringen Forsts für die Umsetzung diesen tollen Tages bedanken. Über weitere gemeinsame, spannende Stunden im Wald würde sich das ThEKiZ Köppelsdorfer Kinderwelt freuen.

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