Kindergarten Benshausen Jetzt müssen die Sandhasen raus

Am 22. September starten die Sanierungsarbeiten im Benshäuser Kindergarten. Bis dahin sind alle Kinder umgezogen und die Möbel eingelagert.

Die Sandhasen haben einen letzten Gruß in Form von Bildern und Handabdrücken in ihrem Kindergarten hinterlassen. Er wird bis 2027 umgebaut. Foto: Stadtverwaltung

Die Jüngsten sind schon ausgezogen. Mitte August hieß es bereits für die Ein- bis Dreijährigen: Abschied nehmen vom Kindergarten Sandhasennest in Benshausen. Denn die Kindertagesstätte wird ab dem 22. September zwei Jahre lang komplett umgebaut, erweitert und energetisch saniert. Die ersten Gewerke stehen schon in den Startlöchern. Bis Januar wird abgerissen und entkernt, dann startet der Wiederaufbau, der gut 1,4 Millionen Euro kosten wird.

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Unterdessen sind die 17 Jungen und Mädchen im Alter bis drei Jahre bei den Ruppbergspatzen herzlich willkommen. „Das hat gut geklappt. Die Kinder und ihre Erzieher fühlen sich wohl“, sagt Diana Kummer, Fachdienstleiterin für Jugend, Familie und Senioren in der Zella-Mehliser Stadtverwaltung

Am Montag beziehen dann die älteren Sandhasen ihr neues Quartier. Für die insgesamt 45 Kinder wurde erneut das erste Obergeschoss im Zella-Mehliser Kinder- und Jugendfreizeittreff hergerichtet. „Das hat sich bewährt“, betont Bürgermeister Torsten Widder. Der Jugendclub wird nun bereits zum dritten Mal teilweise zum Kindergarten umfunktioniert. Auch im Rahmen der Sanierungsarbeiten in zwei anderen städtischen Kindergärten wurde die obere Etage genutzt, um einige Gruppen dorthin auszulagern. „Um sehr gute Bedingungen für die Kinder zu schaffen, haben wir damals extra die Sanitärräume sanieren lassen und im Außenbereich in Spielgeräte investiert“ erinnert der Stadtchef. Spätestens jetzt hätten sich diese Anschaffungen rentiert.

Doch nicht nur die Kinder ziehen aus dem Kindergarten aus. Auch das Mobiliar, das nach der Sanierung wieder genutzt werden kann, muss raus. MIt Hilfe eines Transporters werden in diesen Tagen Schränke und Co. weggebracht. Ein Teil werde im Benshäuser Vierseithof eingelagert, der Rest im Mehrzweckgebäude auf dem Sportplatz Alte Straße, informiert Fachdienstleiterin Diana Kummer.

Schnell zurück in den Kindergarten

Bürgermeister Torsten Widder ist froh, dass sich der Stadtrat zum Kindergarten im Ortsteil bekannt und das Geld für eine Sanierung freigegeben habe. „Wir wollen, dass sich junge Menschen in Benshausen niederlassen. Ein Kindergarten vor Ort ist dabei ein wichtiger Standortfaktor“, ist der Stadtchef sicher. Er hofft, dass sich die Zusammenarbeit mit regionalen Firmen auszahle, die Vergabe der Leistungen funktionierte und alles im Zeitplan abgearbeitet werden könne, damit die Sandhasen in zwei Jahren zurückziehen können in ihren Kindergarten. „Je schneller es geht, desto besser“, sagt er.